Treten und getreten werden

Niederlage in Kottingbrunn mit schwerwiegendem Ausfall

Von einem Freundschaftsspiel war das Match weit entfernt, von Anfang gab es unverhältnismäßig viele Fouls, die mit Spieldauer – vor allem auf Seiten der Gastgeber – immer heftiger wurden und mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Frjluzec nach einem Dunkelrotfoul, wofür es nur gelb gab, ihren Höhepunkt fanden. Die rote Karte für Yücel kurz danach für ein Allerweltsfoul, ließ die Hoffnung an die Souveränität des Schiedsrichters komplett platzen.

Nach über zweistündigem, teils heftigem Regen, der das 2:2 der U23-Mannschaften begleitete, ließ der Wettergott Gnade walten und es kam sogar teilweise die Sonne durch.
Doch beide Mannschaften gaben sich keineswegs sonnig, sondern stoppten den gegnerischen Spielfluss mit kleinen Fouls und Nicklichkeiten. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe, obwohl Kottingbrunn mit dieser Aufstellung, der unter anderem der Ex-Simmeringer Rene Herbst angehörte, wohl wieder ein Wort im Aufstiegsgerangel der ersten niederösterreichischen Landesliga mitreden wird, während Simmering mit einer aufgrund von Verletzungen und Krankheiten auflaufenden Schrumpftruppe spielen musste, bei der sogar der neue Co-Trainer Kracunovic am Blankett stand, sofern Not am Mann herrschen sollte.
Das erste schwere Foul, Tuna war der leidtragende, wurde immerhin noch mit Gelb bestraft, nachdem der Vorteil nichts einbrachte.
Chancenmäßig waren die Gäste überlegen, während bei Simmering der letzte Pass nicht immer saß, troztdem kamen Frljuzec und Rossak zu einigen Halbchancen, wobei nach einem Kopfball Frjluzecs der mitgereiste 1.SSC-Anhang den Ball schon im Tor sah. Doch die Tore fielen auf der Gegenseite, nach zwei individuellen Fehlern innerhalb von zehn Minuten stellten die Niederösterreicher auf 2:0.
Doch mit dem zweitem Tor fielen anscheinend alle Hemmungen der Kottingbrunner. Während Özdemir nach einem Nachschlagen, das auch nur mit Gelb bestraft wurde, noch glimpflich davon kam, erwischte es unseren Goalgetter wesentlich schwerer: Frljuzec wurde mit einem eingesprungenem doppelten Gestreckten an der Mittellinie(!) gefällt, musste verletzt das Spielfeld verlassen und wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich unser Goalgetter nicht allzuschwer verletzt hat und wir wünschen ihm auf diesem Wege gute Besserung – und dass er hoffentlich bald wieder für die Hadkicker auflaufen kann.
Das Unverständnis war wohl nicht nur bei den Simmeringern groß, als für dieses Foul, das eigentlich eine mehrwöchige Sperre nach sich ziehen müsste, lediglich mit Gelb bestraft wurde. Und die Vermutung, dass das nächste Foulspiel mit Rot bestraft werden würde, bestätigte sich kurze Zeit später, als Yücel für ein Foul, für welches man bei sehr strengen Schiedsrichtern die Gelbe sieht, mit Rot in die Kabine geschickt wurde. Hier wurde ersichtlich, dass das Match dem jungen, noch eher unerfahrenen Schiedsrichter komplett entglitten ist.
Und obwohl man von der Wortwahl von der Simmeringer Had einiges gewohnt und eigentlich auch schon abgehärtet ist, waren einige Reaktionen des heimischen Publikums doch äußerst befremdlich, wenn beispielsweise Spieler der Gastmannschaft auf tiefster Ebene teilweise sogar rassistisch beschimpft wurden.
Die erhitzten Gemüter beruhigten sich zwar in der Kabine etwas, Simmering nahm sich in Sachen Härte etwas zurück, doch das konnte man von den Hausherren nicht gerade behaupten.
Obwohl sie kurz nach Wiederanpfiff das 3:0 erzielten, wurden die Hadkicker immer öfter Opfer der überharten Attacken, die bereits im Simmeringer Sechzehner anfingen, wo es beispielweise Halilovic zweimal erwischte. Dass es für kein einziges der teilweise wahnwitzigen Fould noch eine gelbe Karte gab, braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden, nicht einmal, als Rossak im Sechzehner vom ungestüm herausgrätschenden Tormann gefoult wurde und es immerhin Strafstoß für Simmering gab, den Mattes zum 1:3-Anschlußtreffer einnetzte.
Dann war es wieder mal Özdemir, der von den Füßen geholt wurde, was nun endgültig Trainer Barisits auf die Palme brachte, denn einerseits kann sich Simmering nicht noch mehr Verletzte im Kader erlauben, andrerseits sind solche Attacken in einem Vorbereitungsspiel komplett Fehl am Platz.
Kurz vor Schluß rettete Rossaks Schnelligkeit ihn vor einem nächsten Foul – der Gegner erwischte ihn ganz einfach nicht mehr -, doch sein Schuß streifte knapp am Tor vorbei. Im Gegenzug fiel dann das schlußendliche 4:1 für die die Kottingbrunner.

Es war ein Testspiel, in dem beide Mannschaften nahe dem „Meisterschaftsmodus“, auch in Sachen Härte begannen, doch übertrieben es auch aufgrund der fehlenden Konsequenzen des Spielleiters die Hausherren etwas.

Die U23, die aufgrund des dezimierten Kampfmannschaftskaders bis auf Schlußmann Ruttinger aus der U18 bestand, erkämpfte sich ein 2:2 (1:1), wobei man aufgrund der Tatsache, dass es sich um das erste Vorbereitungsspiel nach einer Woche gemeinsamen Trainings handelte, die mangelhafte Chancenauswertung nicht allzu kritisch sehen darf.

Kottingbrunn – 1. Simmeringer SC 4:1 (2:0)

27.7.2019 18 00 Sportplatz Kottingbrunn (100 Zuseher)

Aufstellung: Manuel Jagschitz; Dino Halilovic, Slaven Misuric (46. Andreas Kleibl), Özkan Yücel, Kadir Tuna (75. Alexander Höbart), Dejan Slamarski, Christoph Mattes, Muhammet Özdemir, Andreas Rossak, Christian Berger, Nikola Frljuzec (42. Szymon Handzel)
Kader: David Tumbaridis; Aleksandar Kracunovic

Tor für Simmering: Christoph Mattes (65., Strafstoß)

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Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)

Alle Bilder vom Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.

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Dienstag, 30. Juli 2019, 19:00h: Heimspiel gegen Fach Donaufeld

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