Gegen Alles und Jeden

Grandioses 5:1 gegen überzähligen LAC

Dass man Spiele gewinnen kann, in dem eigentlich alles gegen die eigene Mannschaft läuft, wurde diesmal von den Hadkickern in eindrucksvoller Manier bewiesen. Man hielt in Unterzahl nicht nur den Vorsprung, sondern bestimmte weiterhin Spiel und Gegner und packte weitere drei Tore drauf.

Bei der ersten Dreifachveranstaltung legte die Frauenmannschaft einen Sieg vor, doch die Männer zogen in eindrucksvollster Manier nach, obwohl die ersten 20 Minuten ganz was andere erwarten ließen. Man fühlte sich an die Vorsaison erinnert, als man gegen einen LAC in Unterzahl zuhause 0:1 verlor.
Und auch diesmal begann es bereits nach zehn Minuten mit einem Gegentreffer, der dem Spielverlauf entsprach und auch völlig verdient war. Simmering kam überhaupt nicht ins Spiel, während der LAC mit seinen pfeilschnellen Spitzen ein ums andere Mal gefährlich vor dem Simmeringer Tor auftauchte und noch Chancen für weitere ein bis zwei Treffer hatte. Doch die Defensive vor Kapitän und Schlußmann Manuel Jagschitz, der beim Gegentreffer keine Chance hatte und noch seine eigene Geschichte in diesem Spiel schreiben sollte, festigte sich immer mehr und auch die Offensive fing langsam an, sich zu formieren. Allerdings begannen nun die zweifelhaften Entscheidungen des Spieloffiziellen aufgrund der schauspielerischen Laiendarstellungen des LAC. Während vor allem Rossak seinen Körper regelkonform einsetzte, jedoch jedesmal zurückgepfiffen wurde, durfte sich der LAC einiges an Treterei erlauben, ohne mit einem Foulpfiff bestraft zu werden. So fingen sich Tuna eine wegen „taktischen Fouls“ vertretbare, jedoch Yücel nach einem Zusammenstoß eine unverständliche gelbe Karte ein. Hingegen wurden sämtliche taktischen Fouls des Gegners, um schnelle Gegenangriffe zu verhinden, sogar nur teilweise mit Freistössen geahndet.
Doch auch das konnte die Hadkicker nicht daran hindern, immer mehr Torchancen zu kreieren und so war es in der 24. Minute Mattes, der nach einem Eckball aus 20m abzog und den 1:1-Ausgleich erzielte.
Nur fünf Minuten später gab es die nächste Aufregung, als eine Tätlichkeit eines LAC-Spielers lediglich mit gelb bestraft wurde.
Simmering drückte nun den Gegner indie Defensive und als Özdemir alleine auf das LAC-Tor zulaufend vom letzten Mann richtiggehen gefällt wurde, gab es anstatt der roten Karte, so wie es im Regelbuch steht, nicht einmal gelb.
Doch die Strafe folgte auf den Fuß und Mattes verwandelte den fälligen Freistoß knapp außerhalb des Strafraums direkt ins Kreuzeck zur 2:1-Führung in der 39. Minute.
Simmering wollte weiter über den LAC drüberrollen, doch bei einem Laufduell sah es eher so aus, als ob der LAC-Spieler wieder einmal stolperte, doch der Schiedsrichter sah ein Allerweltsfoul von Yücel, der die nächste überzogene gelbe Karte bekam und somit aufgrund zweier dubioser Entscheidungen in der 41. Minute mit Gelb-Rot vom Feld musste.
Doch auch die letzten Minuten bis zur Pause bestimmte Simmering das Spiel, als ob sie in Überzahl agieren würden und nicht der LAC.
Die zweite Hälfte begann Simmering nun mit einer aufgrund des Ausschlusses umgestellten Abwehr, doch in keiner Phase des Spiels konnte der LAC seine numerische Überlegenheit auch nur ansatzweise zeigen. Die Gäste hatten zwar wesentlich mehr Ballbesitz, doch ihre Angriffe erweisen sich meist als harmlose Strohfeuer, die die Simmeringer Defensive bereits im Ansatz erstickte.
Hingegen loderte bei den Vorstößen der Hadkicker jedes Mal das Feuer im Strafraum des LAC, und es dauerte gar nicht allzu lange, ehe Frljuzec der Abwehr entwischte und den Ball vorbei am gegnerischen Torhüter zum vorentscheidenden 3:1 in der 56. Minute ins Tor verfrachtete.
Ab nun fielen die Gäste weniger durch fußballerische Leistungen, sondern viel mehr durch brutale Fouls und Undiszipliniertheiten, auch innerhalb ihrer Mannschaft, auf, was jedoch nur einmal mit gelb bestraft wurde, während gesundheitsgefährdende Fouls an beispielsweise Slamarski, Frljuzec und Rossak gerade mal mit einem Freistoß bedacht wurden.
So wurde auch ein Einsteigen gegen Jagschitz nicht mit einem Pfiff bedacht, sondern es gab einen indirekten Freistoß, da der Simmeringer Schlußmann den Ball zu lange in den Händen hatte – und das, nachdem er vom gegnerischen Stürmer getreten wurde. Doch auch diese Chance verstümperten die Gäste kläglich. Und nur wenige Minuten später kam dann der nächste Auftritt des Simmeringer Kapitäns, der zumindest in die neuere Geschichte des Simmeringer Fußballs eingehen wird: In der 78. Minute landete der Ball wieder einmal nach einem harmloser Angriff des LAC beim Simmeringer Kapitäin, dieser, in Gedanken wahrscheinlich noch an die vorangegangene Schiedsrichterentscheidung, schoß den Ball schnell aus, die LAC-Verteidiger verschätzten sich, so auch der gegnerische Schlußmann und Frljuzec begleitete den Ball über die Torlinie, ohne ihn nochmals zu berühren, sodaß sich auch Torhüter Jagschitz in die Torschützenliste eintragen konnte.
Und nur zwei Minuten später krönte auch Slamarski seine Leistung, als er einen Abwehrfehler der sich immer mehr auflösenden Gästemannschaft nutzte und den Ball zum 5:1-Endstand einschob.
Simmering hätte das Spiel zwar noch höher gewinnen können, aber in Anbetracht der Unterzahl und vielen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, wurden auch die vergebenen Torchancen vom Publikum mit Beifall bedacht, weil auch die spielerische Komponente, die zu diesen Chancen führte, sehenswert war.

Der siebte Sieg im siebten Spiel und das dritte Heimmatch mit jeweils fünf Toren für den 1.SSC zeigte nicht nur die Überlegenheit der Hadkicker, sondern auch die Moral, die in der Mannschaft steckt, um nicht nur sämtliche Rückschläge wegzustecken, sondern diese auch noch für den eigenen Vorteil zu nutzen.

Aber auch die U23 entsann sich endlich ihres Leistungspotentials, ging zwar nur mit einem 1:0-Vorsprung in die Halbzeit, doch machte in der zweiten Halbzeit deutlich, dass man in der Tabelle nur aufgrund der eigenen Unaufmerksamkeit hinter dem LAC steht. Schlußendlich wurde der Gegner mit einem fulminanten 7:1 nach Hause geschickt.

1. Simmeringer SC – LAC-Inter 5:1 (2:1)

28.9.2019 15 30 Simmeringer Had (150 Zuseher)

Aufstellung: Manuel Jagschitz; Dino Halilovic, Slaven Misuric, Özkan Yücel, Nikola Frljuzec, Christoph Mattes, Muhammet Özdemir, Andreas Rossak, Christian Berger, Kadir Tuna (87. Ivan Katic), Dejan Slamarski (88. Enes Taskiran)
Kader: Alexander Ruttinger; Andreas Kleibl, Nuri Kilic

Tore für Simmering: Christoph Mattes (24., 39.), Nikola Frljuzec (56.), Manuel Jagschitz (78.), Dejan Slamarski (80.)

U23: 7:1 (1:0)
Aufstellung:
David Tumbaridis; Alexander Zanitzer, Ansu Faustmann (61. Gianluca Di Costanzo), Andreas Kleibl, Leon Baroomand (74. Manuel Hofbauer), Szymon Handzel, Ivan Katic, Nuri Kilic, Kevin Elawure (71. Peter Salib), Jayson Singca, Enes Taskiran (83. Calvin Schorn)

Tore für Simmering: Szymon Handzel (26.), Kevin Elawure (53.), Ivan Katic (58.), Enes Taskiran (66., 77.), Nuri Kilic (79., 80.)

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Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)

Alle Bilder vom Kampfmannschaftsmatch gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.

Alle Bilder vom U23-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.

VORANZEIGE
Sonntag, 6. Oktober 2019, 10:15h: Auswärtsspiel in Gersthof (U23: 8:15)

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1. S S C 15 13 1 1 50 10 40 40
Helfort 15 YS 15 11 1 3 41 27 14 34
Columbia 15 10 3 2 41 18 23 33
Ostbahn XI 15 10 1 4 38 19 19 31
FAC Amat. 15 9 2 4 36 19 17 29
Red Star 15 9 1 5 31 26 5 28
LAC / Inter 15 7 3 5 30 33 -3 24
Fortuna 05 15 7 1 7 45 45 0 22
Gersthof 15 6 2 7 31 33 -2 20
A11/R.Oberlaa 15 5 3 7 25 24 1 18
1980 Wien 15 5 2 8 33 25 8 17
Nußdorfer AC 15 5 2 8 24 29 -5 17
Hellas 15 4 1 10 27 40 -13 13
Siemens 15 4 1 10 18 37 -19 13
FV Floridsdorf 15 1 2 12 16 48 -32 5
LA Riverside 15 1 0 14 15 68 -53 3