Ausgekontert

Das Ergebnis spricht zwar absolut nicht dafür, doch die bessere Mannschaft unterlag in diesem vor allem in der zweiten Halbzeit immer spannender werdenden Match. Kleinigkeiten und einiges an Glück waren diesmal entscheidend.

Simmering begann mit einer überzeugenden Einstellung und hatte gleich einige Chancen. Zuerst sah ein Großteil der Zuseher einen Gewaltschuss von Slamarski bereits im Tor, doch der Ball verfehlte nur um Zentimeter das Kreuzeck und es bauschte sich nur das Ballfangnetz hinterm Tor.
Kurze Zeit später wurde Stojiljkovic im Strafraum freigespielt, doch sein Torschuss wurde im letzten Augenblick noch zur Ecke abgelenkt. Von Austria XIII war bis zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen, außer ein paar nach vorne gedroschener Bälle, die weit und breit keinen Abnehmer fanden.
Jedoch festigten sie sich mit Fortdauer des Spiels in der Defensive und ließen die Hadkicker zu keinen nennenswerten Chancen mehr kommen.
Nach genau einer halben Stunde kam die Heimmannschaft zu ihrem ersten Eckball und aus einem Gestochere fiel dann mit dem ersten Schuss auf das Simmeringer Tor auch die 1:0-Führung für Austria XIII.
Simmering wollte entsprechend darauf antworten, doch außer Eckbälle kam nichts dabei raus.
Zehn Minuten nach der Führung kamen die Heimischen dann durch einen Konter zum zweiten Mal vor das Simmeringer Tor und konnten zur 2:0-Halbzeitführung abschließen.
Wie die erste Halbzeit begann auch die zweite mit einer stürmenden Simmeringer Mannschaft, doch eine Unkonzentriertheit in der Defensive nutzte das Heimteam bereits in der zweiten Minute nach Wiederanpfiff zum zu diesem Zeitpunkt entscheidend scheinenden 3:0 aus.
Doch die Hadkicker gaben nicht auf, setzten weiterhin auf das spielerische Element und kamen zu Chancen, die jedoch noch nichts zählbares brachten.
Austria XIII stellte sich nun immer tiefer in die Defensive und verwickelte sich immer mehr in Diskussionen mit dem Schiedsrichter, die mit gelben Karten endeten, was sie auch augenscheinlich immer mehr verunsicherte, denn in der 57. Minute wurde Vlcek auf der linken Seite freigespielt und seine mustergültige Flanke konnte Holzgethan ohne Bedrängnis zum 1:3-Anschlusstreffer nutzen.
Nur eine Minute später gab es wieder einen der zahlreichen Freistöße für Simmering, den Vukovic auf Berger zirkelte, der den Ball per Kopf wieder zur Mitte brachte, wo Slamarski trocken zum 2:3 abschloss.
Nun kamen die Heimischen immer mehr ins Schwimmen, doch der vermeintliche Ausgleich wurde zurecht wegen einer Abseitsstellung aberkannt.
Die Gäste verlagerten sich nur mehr aufs Kontern, doch brachten diese meist nicht zu Ende. Aufregung gab es, als Halilovic als letzter Mann dem durchbrechenden Stürmer per Tackling aus dem Lehrbuch den Ball abnahm, was die Heimmannschaft fälschlicherweise als Torschancenverhinderung interpretierte. Doch der Schiedsrichter ließ zurecht weiterspielen.
Erst in der 80. Minute, als Simmering immer mehr drückte, gelang Austria XIII aus einem Konter das 4:2. Doch die Hadkicker gaben sich immer noch nicht auf und drängten wiederum auf den Anschlusstreffer.
Doch ähnlich dem ersten Tor gelang dem Heimteam dann in der 90. Minute das alles entscheidende fünfte Tor aus einer unübersichtlichen Situation und somit war die 5:2-Niederlage für den 1.SSC besiegelt.
Das Ergebnis scheint eindeutig, doch wie es zustande kam war eher glücklich, denn zumindest eine Punkteteilung wäre gerecht gewesen. Schien es am Anfang der Saison noch so, als ob der 1.SSC in der Stadtliga angekommen wäre, sieht es nun so aus, als ob die Gegner ihre Stadtligaroutine jedes Mal ausspielten. Doch auch letzte Saison begann durchwachsen und erst im Laufe des Herbstes gelang der Turnaround – aber kein Simmeringer hätte etwas dagegen, wenn es diese Saison schon früher anfangen würde.
Was allerdings auch erwähnt werden muss, sind Anmerkungen aus dem spärlich erschienen Umfeld des Heimteams, die weder auf dem Fußballplatz noch irgendwo anders etwas zu suchen haben und unter anderem auf die Hautfarbe des Simmeringer Spielers Soura abzielten. Dieses Verhalten kann nicht akzeptiert werden, auch wenn der Spieler selber zu beschwichtigen versucht.
Viel schlimmer jedoch erwischte es die U23, die an einem rabenschwarzen Tag eine zweistellige Niederlage ausfasste. Nach dem überragendem 9:0 der Vorwoche musste sie sich mit 0:10 geschlagen geben. Ihrem auf Pressing ausgerichteten Spiel folgten immer wieder schwere Schnitzer in der Defensive, die es dem Gegner viel zu einfach machten, Tore zu schießen.
Nächsten Samstag kommt es nun zum „Kellerduell“ bei ASV 13 und beide Mannschaften stehen schön langsam unter Zugzwang. Spannend wird es deshalb auf alle Fälle werden und der 1.SSC setzt auf seine Anhänger, von denen diesmal leider nur Wenige den Weg in den 14. Bezirk fanden.


Austria XIII Auhof Center - 1. Simmeringer Sportclub 5:2 (2:0)
17.09.2022 16:00 Sportplatz Kinkplatz (70 Zuseher)
Aufstellung: Manuel Jagschitz; Roman Holzgethan (75. Kadir Tuna), Benjamin Kranz, Boris Vukovic, Dino Halilovic, Benjamin Soura, Dejan Slamarski, Aleksandar Stojiljkovic, Florian Himler, Christian Berger, Michal Vlcek
Kader: Alexander Ruttinger, Fabian Teufl, Hasim Hassan, David Freyler

Tore für Simmering: Roman Holzgethan (57.), Dejan Slamarski (58.)


U23:

Austria XIII Auhof Center - 1. Simmeringer Sportclub 10:0 (4:0)
17.09.2022 13:30 Sportplatz Kinkplatz (25 Zuseher)
Aufstellung: Marvin Gegenhuber; Sandro Drljepan, Ömer-Faruk Genc, Furkan Demiray, Wasimullah Gharwal, Uros Jovanovic (46. Alexander Lagler), Anel Husejnovic, Jamil Lokou (46. Ermin Shabani), Marcel Schütz (60. Filip Ilic), Alex Matei, Yavuz Tuncay (46. Gabriel Matanovic)
Kader: Maximilian Schaden

Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)

Alle Bilder vom KM-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.
Alle Bilder vom U23-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.

VORANZEIGE
Samstag, 24. September 2022, 16h: Auswärtsspiel bei ASV 13 (U23 um 13:45h)

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Datum: 18. September 2022

Gleichwertig, aber verloren

Die Vorzeichen waren eindeutig: Schwechat ganz vorne, Simmering – fast – ganz hinten, doch im Spiel merkte man nichts dergleichen. Der einzige Unterschied war vor dem Tor, wo die Niederösterreicher kaltblütiger und glücklicher agierten.

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Ein gewonnener und doch auch zwei verlorene Punkte

Das Duell der beiden Aufsteiger ließ aufgrund der Tabellensituation bereits Spannung aufkommen: Beide eher im unteren Tabellenmittelfeld, wobei sich 1980 anscheinend besser in die Stadtliga integrieren konnte. Doch das Spiel ließ keinen Sieger zu.

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Drei Punkte am Lieblingsplatz

Bereits in der 2. Landesliga holte man in allen zwei Spielen in Helfort drei Punkte und nun siegte man auch in der Stadtliga auf dem eher kleinen Platz in Ottakring – Dank einer herausragenden Defensivleistung und einer eiskalten Offensive.

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Ein Punkt bei der Brigittenauer Morgenmatinee

Im Vorhinein wäre man mit einem Punkt zufrieden, aufgrund des Spieles wäre allerdings ein Sieg verdient gewesen, doch auch Brigittenau hatte sogar in Unterzahl noch Chancen auf den Sieg. Im Endeffekt ein Remis, bei dem man nicht genau weiß, wie man damit umgehen soll.

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Überblick KM:

15
1.SSC
Wienerberg
1:1 (1:0)

11
WAF Br
14
-9
17
12
Mannswörth
15
-10
16
13
1.SSC
15
-10
13
14
ASV13
14
-26
10
15
Wienerberg
15
-12
9

Überblick Frauen:

9
1.SSC
Dyn Donau
4:1 (3:0)

3
Altera P
9
9
18
4
Mariahilf
9
11
16
5
1.SSC
9
12
15
6
Neusiedl
9
-12
12
7
WSC 1b
9
1
12

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