Den Amateuren die Grenzen aufgezeigt

Tabellenführer gegen Herbstmeister, so lautete das Duell auf der Simmeringer Had. Doch spannend wurde es nur nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der FAC-Amateure, nachdem Simmering vorher mehrere Großchancen vergab und zweimal nur Aluminium traf. Schlussendlich zeigten die Hadkicker, warum gerade sie die Tabellenführung inne haben.

Von der ersten Minute an bestimmte der 1.SSC das Spiel, die Floridsdorfer, deren Profis gestern den Aufstieg verspielten, wurden bereits weit in ihrer Hälfte angepresst und zu Fehlern gezwungen. So kam es nicht überraschend, dass sich eine um die andere Chance zur Führung für die Heimmannschaft auftat. Doch die ersten Schüsse verfehlten noch das Ziel und nach nicht einmal zehn Minuten rettete die Stange zum ersten Mal für den Gast.
Nur fünf Minuten später war es dann die Querlatte, die einer Simmeringer Führung noch im Weg stand, doch in einem Chaos nach einem Simmeringer Eckball behielt Slamarski in der 17. Minute den Überblick und netzte zum hochverdienten 1:0 ein.
Nun wachten die FAC-Amateure etwas auf, verzeichneten die ersten Angriffe, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Simmering hingegen verprasste richtiggehend Chance um Chance und wer vorne keine Tore macht, bekommt sie hinten. In der 30. Minute war es dann eine Kopie des Ausgleichstores in Gersthof: Jagschitz konnte den Ball noch abwehren, doch ein Floridsdorfer kam ungehindert zum Ball und nutzte die Chance zum 1:1-Ausgleich.
Doch von nun an waren die Hadkicker nicht mehr zu stoppen, doch die Führung wollte und wollte nicht fallen, weder Safranek, noch der wiedergenesene Stojiljkovic, noch Vukovic oder Slamarski oder Berger konnten den Ball im Tor unterbringen.
Erst mit dem Halbzeitpfiff kam Vukovic am Sechzehner zum Ball und zirkelte diesen überlegt zur 2:1-Pausenführung für den 1.SSC ins Tor.
Die zweiten 45 Minuten begannen mit einem Sturmlauf der Hadkicker, doch wieder wurden zumindest die ersten Torchancen beinahe fahrlässig vergeben. Doch in der 52. Minute tankte sich Tuna auf der linken Seite durch und seinen Pass nach innen konnte Vukovic mit seinem zweiten Tor zum 3:1 verwerten.
Und genau fünf Minuten später war es dann Tuna selber, der einen Slamarski-Pass zum 4:1 in der 57. Minute verwertete.
Das Spiel war entschieden, doch der Frust bei den Gästen baute sich immer mehr auf und entlud sich dann mit einer unnötigen Aktion. Berger verhinderte mit einem Scherenschlag einen Eckball, während ein FAC-Stürmer zu spät kam und obwohl der Ball schon längst weg war, gegen Berger rannte und dieser so mit dem Kopf voran gegen die Spielabsperrung flog. Das Spiel musste für mehrere Minuten unterbrochen werden und wie in der Vorwoche Stojiljkovic verlor auch Berger bei dieser Aktion das Bewusstsein. Doch während am Sonntag der Gersthofer Tormann sich sofort um den Simmeringer Spieler kümmerte und entschuldigte, ging der Floridsdorfer Spieler teilnahmslos weg, ohne auch nur den Ansatz zumindest einer Entschuldigung zu zeigen. Dass es hierfür nur eine rote Karte geben kann – der Ball war schon längst weg! -, war jedem auf dem Platz bewusst, dass der ansonsten aber souveräne Schiedsrichter hier nur auf Freistoß entschied, verwunderte beinahe alle.
Simmering war nun geschockt, doch auch in diesem Zustand spielte man weiter das bekannte Spiel und der eingewechselte Hirschbeck erzielte noch das 5:1 in der 78. Minute.
Kurze Zeit später kamen dann endlich die Sanitäter und das Spiel musste für 15 Minuten aufgrund des Rettungseinsatzes unterbrochen werden. Ein großer Dank gilt hierbei an Flavia Recalde Baez vom Simmeringer Frauenteam, die sich als ausgebildete Sanitäterin um Berger kümmerte. Und natürlich gilt der Dank auch an Moshe Sadler, dem wohl weniger Einsatzzeit während den Spielen lieber wäre.
Gute Besserung an dieser Stelle an Christian Berger, der ersten Informationen zufolge „nur“ eine schwere Gehirnerschütterung hat und glücklicherweise keine Verletzung der Wirbelsäule.
In den letzten Minuten verpasste dann noch Stojiljkovic die Chance auf das nächste Simmeringer Tor, doch am Endstand von 5:1 änderte sich nichts mehr.
Den FAC-Youngsters wurden nicht nur die Grenzen aufgezeigt, auch nach dem Spiel zeigte sich, dass bei der junge Truppe aus Floridsdorf auch charakterlich noch einiges fehlt.
Simmering behauptete die Tabellenführung und kickte den FAC aus dem Aufstiegsrennen, doch durch die Siege von 1980 Wien und Red Star konnte der Vorsprung nicht vergrößert werden.



1. Simmeringer Sportclub - FAC Amateure 5:1 (2:1)
(150 Zuseher)
Aufstellung: Manuel Jagschitz; Slaven Misuric (81. Karl Höflich), Boris Vukovic, Dino Halilovic, Benjamin Soura, Kadir Tuna, Dejan Slamarski, Aleksandar Stojiljkovic, Peter Safranek (59. Mateo Zetic), Christian Berger (67. Julian Hirschbeck), Michal Vlcek
Kader: Alexander Ruttinger, Jayson Singca, Tim Heinemann

Tore für Simmering: Dejan Slamarski (17.), Boris Vukovic (45., 52.), Kadir Tuna (57.), Julian Hirschbeck (78.)

Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)

Alle Bilder vom KM-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.
VORANZEIGE
Samstag, 21. Mai 2022, 14h: Auswärtsmatch gegen Schönbrunn in Mauer (U23: 12h)

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Datum: 14. Mai 2022

Gleichwertig, aber verloren

Die Vorzeichen waren eindeutig: Schwechat ganz vorne, Simmering – fast – ganz hinten, doch im Spiel merkte man nichts dergleichen. Der einzige Unterschied war vor dem Tor, wo die Niederösterreicher kaltblütiger und glücklicher agierten.

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Ein gewonnener und doch auch zwei verlorene Punkte

Das Duell der beiden Aufsteiger ließ aufgrund der Tabellensituation bereits Spannung aufkommen: Beide eher im unteren Tabellenmittelfeld, wobei sich 1980 anscheinend besser in die Stadtliga integrieren konnte. Doch das Spiel ließ keinen Sieger zu.

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Drei Punkte am Lieblingsplatz

Bereits in der 2. Landesliga holte man in allen zwei Spielen in Helfort drei Punkte und nun siegte man auch in der Stadtliga auf dem eher kleinen Platz in Ottakring – Dank einer herausragenden Defensivleistung und einer eiskalten Offensive.

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Ein Punkt bei der Brigittenauer Morgenmatinee

Im Vorhinein wäre man mit einem Punkt zufrieden, aufgrund des Spieles wäre allerdings ein Sieg verdient gewesen, doch auch Brigittenau hatte sogar in Unterzahl noch Chancen auf den Sieg. Im Endeffekt ein Remis, bei dem man nicht genau weiß, wie man damit umgehen soll.

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Überblick KM:

15
1.SSC
Wienerberg
1:1 (1:0)

11
WAF Br
14
-9
17
12
Mannswörth
15
-10
16
13
1.SSC
15
-10
13
14
ASV13
14
-26
10
15
Wienerberg
15
-12
9

Überblick Frauen:

9
1.SSC
Dyn Donau
4:1 (3:0)

3
Altera P
9
9
18
4
Mariahilf
9
11
16
5
1.SSC
9
12
15
6
Neusiedl
9
-12
12
7
WSC 1b
9
1
12

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