Die Nr. 1 im Bezirk: 1.SSC!

DERBYSIEGER

Die beiden Simmeringer Traditionsvereine luden vor voller Hütte zum Derby. Und es war auch ein typisches Derby mit nervösem, vorsichtigem Beginn, kampfbetont, und doch mit spielerische Note – und einem verdienten Derbysieger, was sogar vom Gegner anerkannt wurde.
Die Wichtigkeit des Spiels war bereits daran erkennbar, wie sich der Ostbahn-Platz vor Spielbeginn füllte: Der 1.SSC-Nachwuchs traf geschlossen nach einem „Fanmarsch“ von der Had ein und auch der Ostbahn-Nachwuchs erschien zahlreich zum Derby. Bei der offiziellen Zuseherzahl von 400 auf der Verbandsseite sind wohl nur die verkauften Karten angegeben, denn alleine „die Simmering“ brachte schon diese Zahl an Fans mit. Dementsprechend entwickelte sich von Anfang an auf den Zuschauerrängen eine richtige Derbystimmung – in aller Freundschaft, ein Vorbild für Sonntag für die beiden „großen“ Wiener Vereine.
Das Spiel begann verhalten, taktisch diszipliniert – also vorsichtig. Beide Mannschaften neutralisierten sich meist, sodass die seltenen individuellen Fehler zu brenzligen Situationen führten. Und da machten die Hadkicker den Anfang: Obwohl die Ostbahn-Abwehr sehr tief stand, um die schnelle Simmeringer Offensive keine Angriffspunkte zu offenbaren, waren es Slamarski und der blitzschnell auf die rechte Seite ausgewichene Özdemir, die die heimische Defensive aufrissen und den ersten Schuß Richtung gegnerischen Tor verbuchen konnten.
Auf der anderen Seite war es Yücel, der beim Rausspielen die Aggressivität des Gegners unterschätzte, den Ball verlor und mit einem taktischen Gelbfoul die Situation zumindest noch entschärfen konnte.
Da es durch die Mitte nicht ging, wichen die Hadkicker nun auf beide Seiten aus und nun wurde die gegnerische Abwehrreihe ein ums andere Mal ausgehebelt und man kam immer gefährlicher vor das Tor.
Die größte Torchance jedoch entstand über die Mitte, als Rossak per Kopf auf Frljuzec verlängerte, der seinen beiden Gegnern auf und davonlief und nur noch den Tormann vor sich hatte, jedoch vom Schiedsrichterassistenten sehr zweifelhaft im Abseits gesehen wurde.
In der Zwischenzeit wurde das Spiel etwas härter, der Schiedsrichter unterband dieses Spiel jedoch einerseits durch doch kleinliche Pfiffe, doch andrerseits hatte er dadurch das Match jederzeit unter Kontrolle. Allerdings sorgte die eine oder andere Vorteilsauslegung für Unmut unter dem Simmeringer Anhang, da sich eigentlich kein Vorteil für den 1.SSC ergab.
Schließlich dauerte es bis zur 35. Minute, als wieder ein Angriff über die Seite von Halilovic und Mattes eingeleitet wurde. Slamarski brachte den Ball zur Mitte, Özdemir zog volley ab und und ließ dem gegnerischem Goalie keine Chance. Ein Traumtor zur vielumjubelten 1:0-Führung für den 1.SSC.
Wenige Minuten danach dann die erste Schrecksekunde für Simmering: Ein Ostbahner entwischte der Simmeringer Abwehr, doch glücklicherweise prallte sein Schuß aus spitzem Winkel von der Stange zurück auf das Spielfeld und es schien, als ob die Ostbahn nun das Spielgeschehen übernehmen würde. Doch es war nur ein Strohfeuer, denn die letzte brenzlige Situation in der ersten Halbzeit spielte sich wieder vor dem Tor der Heimmannschaft ab, als der Spielleiter wieder einmal eine sehr gewagte Vorteilsregelung auslegte, als Frljuzec und Rossak durch vier Gegenspieler kombinierten. Zuerst wurde Rossak im Strafraum gelegt, da Frjluzec jedoch noch zum Ball kam, wurde auf Vorteil entschieden, doch beim Abschluß wurde Frjluzec von hinten gelegt, sodaß er nur mehr unkontrolliert abschließen konnte und nur die Stange traf. Doch statt eines Elfmeterpfiffes gab es die Halbzeitpause.
In der zweiten Hälfte verteidigten die Hadkicker aufgrund der Führung nun etwas tiefer, um auch die heimische Ostbahn mehr aus ihrer Hälfte rauszubekommen. Diese versuchten nun das Spiel zu übernehmen und es kam auch zu einigen Abschlußversuchen, die jedoch alle in die Kategorie „Ungefährlich“ einzustufen waren. Doch Simmering ergaben sich nun Räume für ihr schnelles Umschaltspiel und der gegnerischen Abwehrreihe wurden ihre Defizite in Sachen Schnelligkeit aufgezeigt. Immer wieder überrannten Özdemir, Slamarski, Frljuzec und allen voran Rossak die Abwehrspieler und konnten oft nur mit Fouls gestoppt werden, wobei die Ostbahner vor allem die Ellbogen sehr hoch ansetzten. Höhepunkt war dann ein Dreifachfoul des eingewechselten Ex-Simmeringers Ivic, das mit einer gelben Karte bestraft wurde – und damit hatte er sogar noch Glück, denn dreimal hätte man auch auf Tätlichkeit entscheiden können.
Doch die Folge dieses Freistoßes für Simmering war Strafe genug. Es wurde – wieder einmal – schnell von hinten rausgespielt und diesmal war es der aufgerückte Halilovic, der in den Strafraum eindrang, das ungestüme Einschreiten seines Gegenspielers routiniert ausnutzte und per klarem Elferfoul gestoppt wurde. Routinier Mattes legte sich den Ball bereit und versenkte den Strafstoß souverän zur 2:0-Führung.
Das Spiel war nun eigentlich gelaufen, doch die Ostbahn versuchte jetzt mit Gewalt den Anschlußtreffer zu erzielen, wobei sich immer mehr Räume für Simmeringer Konter ergaben, doch die sich daraus ergebenden Chancen konnten nicht genutzt werden. Die Größte vergab Frjluzec, der auf das freie kurze Eck abzielte, doch sein Gewaltschuß verfehlt knapp das Tor.
Auf der Gegenseite gab es dann eine viertel Stunde vor Schluß helle Aufregung. Berger humpelte verletzt raus, Simmering musste für den Spielerwechsel bis zu nächsten Unterbrechung warten, doch es ergab sich einige Minuten keine und es herrschte in Unterzahl teilweise Chaos im Strafraum. Doch schußendlich konnte Simmering-Schlußmann, Kapitän und Ex-Ostbahner Jagschitz den Ball entschärfen und der junge Kleibl konnte eingewechselt werden. Nun stabilisierte sich die Defensive wieder und ließ nichts mehr anbrennen.
Nach fünf Minuten Nachspielzeit beendete der Schiedsrichte schlußendlich diese Derby, in dem die Hadkicker sich den Sieg hochverdient haben, was auch die Offiziellen des Gegner neidlos anerkannten und bestätigten.
Somit bleibt der 1.SSC nach drei Runden mit einer weißen Weste Spitzenreiter.
Im Vorspiel unterlag die U23 mit 1:3 (0:3), und es zeigte sich vor allem für die raufgezogenen U18-Spieler, die am Mittwoch im ersten Saisonspiel noch einen 2:1-Sieg über SV Donau erringen konnten, dass Erwachsenenfußball eine andere Klasse als Nachwuchsfußball ist. Die Kaderspieler der Kampfmannschaft versuchten sich gegen die Niederlage zu stemmen, doch die spielerische und taktische Klasse war bei der restlichen Mannschaft an diesem Tag nicht vorhanden.
SC Ostbahn XI – 1. Simmeringer SC 0:2 (0:1)
30.8.2019 19 30 Ostbahn-XI-Platz (ca. 600 Zuseher)
Aufstellung: Manuel Jagschitz; Dino Halilovic, Slaven Misuric, Özkan Yücel, Nikola Frljuzec (94. Nuri Kilic), Muhammet Özdemir, Christoph Mattes, Andreas Rossak, Christian Berger (77. Andreas Kleibl), Kadir Tuna, Dejan Slamarski
Kader: Alexander Ruttinger; Alexander Zanitzer, Szymon Handzel
Tore für Simmering: Muhammet Özdemir (35.), Christoph Mattes (61.)
U23: 3:1 (3:0)
Aufstellung:
David Tumbaridis (66. Lazar Portic); Alexander Höbart, Sydney Egharevba, Aleksandar Odrkic (46. Mevlüt Kizilirmak), Florian Seyser, Leon Baroomand, Szymon Handzel, Jayson Singca, Kevin Elawure (57. Nikola Tanasijevic), Fatih Cetinkaya (61. Veljko Portic), Enes Taskiran
Tor für Simmering: Nikola Tanasijevic (87.)

Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)
Alle Bilder vom Kampfmannschaftsmatch gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.
Alle Bilder vom U23-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.
VORANZEIGE
Samstag, 7. September 2019, 16:00h: Auswärtsmatch bei Fortuna 05 (U23: 13:45)

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Datum: 31. August 2019

B-Kader in Leopoldsdorf überfordert

Auch wenn der SC Leopoldsdorf „nur“ in der Gebietsliga spielt, so hat er dort seit Jahren Anspruch auf einen Platz ganz weit vorne – und dazu benötigt es mehr als eine Mannschaft, die aus Kader-, U23- und U18-Spielern besteht, um auch nur einen Hauch einer Chance zu haben.

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Trotz Sieg ein „Nightmare on Veilchengasse“

Ein 0:3-Rückstand zuhause ist zwar schwer zu verkraften, aber wenn es sich um ein Vorbereitungsmatch handelt, sollte so etwas verschmerzbar sein – anscheinend jedoch nicht für einige Bad Vöslauer, deren Spielweise zum Schluß hin eher einem Amoklauf glich.

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Stürmischer Sieg

Im Vorjahr musste in Wolkersdorf nach ca. 25 Minuten abgebrochen werden, diesmal konnte eine Stunde länger und somit fast ganz durchgespielt werden, ehe wieder ein stürmisches Gewitter das Match beim Stand von 3:2 für Simmering beendete.

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Nächster höherklassiger Gegner, nächster Erfolg

Wie vor genau zwei Jahren zog es auch diesmal den 1.SSC über die Schwechat nach Mannswörth, und wie auch vor zwei Jahren lautete das Ergebnis 3:2 für Simmering, und das mit einer Mannschaft, die nach den Abgängen von vielen eine Stufe unter dem damaligen Team eingestuft wird.

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Heimspielpremiere mit Sieg gegen Regionalligist

Endlich wieder ein Fußballspiel der Kampfmannschaft auf der Simmeringer Had und es hätte nicht besser enden können. Der Ostligist Team Wr. Linien konnte nach Rückstand Dank zweier Halilovic-Tore noch mit 2:1 geschlagen werden.

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Überblick KM:

6
FAC Am
1.SSC
: (:)

1
1.SSC
0
0
0
2
Ostbahn
0
0
0
3
Columbia
0
0
0
4
Helfort
0
0
0
5
FAC Am
0
0
0

Überblick Frauen:

1
Siemens
1.SSC
: (:)

1
AKA Austr 1b
0
0
0
2
1.SSC
0
0
0
3
Viktoria
0
0
0
4
Schönbrunn
0
0
0
5
Altera P 1c
0
0
0

Plan für aktuelle Woche