Gleichwertig, aber verloren

Die Vorzeichen waren eindeutig: Schwechat ganz vorne, Simmering – fast – ganz hinten, doch im Spiel merkte man nichts dergleichen. Der einzige Unterschied war vor dem Tor, wo die Niederösterreicher kaltblütiger und glücklicher agierten.

Die ersten zwanzig Minuten glich sich das Spiel dem tristen, vorwinterlichen November-Wetter an, was wahrscheinlich auch den für einen Meisterschaftskandidaten mageren Zuschauerzuspruch begründete – ohne den Simmeringer Anhang hätten sich am Platz und auf der Tartanbahn wohl mehr Leute als im großen Halbrund des Rudolf-Tonn-Stadions aufgehalten.
Schwechat hatte mehr Ballbesitz und spielte etwas gefälliger, doch Torchancen blieben auf beiden Seiten aus. Die wenigen Bälle, die bis Jagschitz durchkamen, der an seine einstige Wirkungsstätte zurückkehrte, wurden trotz der Nässe nicht gefährlich.
Trotz der Ausfälle von Berger, Chiorean und Apaydin wurde es mit der Zeit ein Spiel auf Augenhöhe und nun kamen auch die Hadkicker zu ihren Torchancen. Nach ca. 25 Minuten überrannte Zetic auf der rechten Seite die Verteidigung, überspielte auch noch den herausstürmenden Torhüter, doch der Winkel war bereits zu spitz und sein Torschuss verfehlte nur knapp das Tor.
Und nur ein paar Minuten später war es wieder Zetic, der sich auf der rechten Seite durchtankte und als alles mit einer Flanke rechnete, zirkelte er den Ball aufs Tor, der aber wiederum nur knapp vorbei ging.
Genau in dieser Phase passierten dann zwei Ungenauigkeiten im Aufbauspiel. Die erste nutzten die Gastgeber in der 32. Minute mit einem Stangelpass aus, der ihre 1:0-Führung bedeutete.
In der 41. Minute konnte Tuna mit einem taktischen Foul eine ähnliche Situation vermeiden, doch der Freistoß wurde in den Sechzehner geflankt und die Verteidigung war einmal etwas unkonzentriert und schon stand es 2:0.
Simmering versteckte sich aber nicht und drückte noch vor der Pause auf den Anschlusstreffer, doch dieser wollte nicht mehr fallen.
In der zweiten Hälfte entwickelte sich nun ein immer offeneres Spiel, wobei sich vor dem Schwechater Tor wesentlich mehr gefährliche Situation ergaben als vor jenem der Simmeringer.
Man probierte sich nun auch in Weitschüssen, die teilweise nur sehr knapp ihr Ziel verfehlten. Pech hatte Soura nach einem Eckball, als sei Kopfball gerade noch von der Linie gekratzt wurde.
Ein Weitschuss von Zetic konnte vom niederösterreichischem Torwart gerade noch so gebändigt werden, ein weiterer Schuss von Vukovic verfehlte nur knapp das Kreuzeck.
Schwechat verlagerte sich nun immer mehr auf das Verschleppen des Spieles, ließ gekonnt die Zeit von der Uhr rinnen und wussten sich – wie auch bereits in der ersten Halbzeit, doch in der zweiten noch augenscheinlicher – geschickt anzustellen, um Freistöße zu bekommen.
Trotz allem gab es nur drei Minuten Nachspielzeit, in der sich nun auch Soura im Sturm befand. Doch auch eine längere Nachspielzeit hätte über den einzigen Mangel im Simmeringer Spiel nicht hinwegtäuschen können: Man bekommt den Ball nicht über die Torlinie.
Aus dem Spiel nimmt man mit, dass man auch mit den Teams von ganz oben mithalten kann, aber es schlussendlich an der Kaltblütigkeit vor dem Tor hapert.

Nun kommt noch das Cup-Spiel am Dienstag, dem 29.11.2022 um 19h am LAC-Platz gegen Besiktas Wiener Adler und dann die Winterpause – und dann heißt es sich auf die Frühjahrssaison konzentrieren, um vor allem gegen die direkten Konkurrenten zu punkten.

Ganz schlimm erwischte es die U23, die durch den nur um eine Stunde versetzten Beginn der Kampfmannschaft formationsgeschwächt antreten musste und mit 1:11 (1:6) beim ungeschlagenen U23-Tabellenführer unter die Räder kam.


SV Schwechat - 1. Simmeringer Sportclub 2:0 (2:0)
18.11.2022 19:00 Schwechat Stadion (150 Zuseher)
Aufstellung: Manuel Jagschitz; Roman Holzgethan (58. Benjamin Kranz), Boris Vukovic, Dino Halilovic, Benjamin Soura, Kadir Tuna (66. Stefan Milovanovic), Dejan Slamarski, Peter Safranek, Florian Himler, Mateo Zetic (83. David Freyler), Michal Vlcek
Kader: Alexander Ruttinger, Anel Husejnovic, Hasim Hassan


U23:

SV Schwechat - 1. Simmeringer Sportclub 11:1 (6:1)
18.11.2022 18:00 Schwechat Stadion (25 Zuseher)
Aufstellung: Marvin Gegenhuber; Sandro Drljepan, Maximilian Schaden (58. Maurice Schütz), Yavuz Tuncay, Alexander Lagler, Jamil Lokou, Uros Jovanovic, Patrick Munteanu, Hasim Hassan (46. Mehmet Turgut), Eren Vural, Ermin Shabani (46. Aldin Smajic)
Kader: Mirhat Müldür, Nikola Hristov

Tore für Simmering: Maximilian Schaden (20.)

Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)

Alle Bilder vom KM-und U23-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.

VORANZEIGE
Dienstag, 29. November 2022, 19h: Cup-Auswärtsspiel am LAC-Platz gegen Besiktas Wiener Adler

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Datum: 19. November 2022

Ein gewonnener und doch auch zwei verlorene Punkte

Das Duell der beiden Aufsteiger ließ aufgrund der Tabellensituation bereits Spannung aufkommen: Beide eher im unteren Tabellenmittelfeld, wobei sich 1980 anscheinend besser in die Stadtliga integrieren konnte. Doch das Spiel ließ keinen Sieger zu.

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Drei Punkte am Lieblingsplatz

Bereits in der 2. Landesliga holte man in allen zwei Spielen in Helfort drei Punkte und nun siegte man auch in der Stadtliga auf dem eher kleinen Platz in Ottakring – Dank einer herausragenden Defensivleistung und einer eiskalten Offensive.

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Ein Punkt bei der Brigittenauer Morgenmatinee

Im Vorhinein wäre man mit einem Punkt zufrieden, aufgrund des Spieles wäre allerdings ein Sieg verdient gewesen, doch auch Brigittenau hatte sogar in Unterzahl noch Chancen auf den Sieg. Im Endeffekt ein Remis, bei dem man nicht genau weiß, wie man damit umgehen soll.

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Überblick KM:

15
1.SSC
Wienerberg
1:1 (1:0)

11
WAF Br
14
-9
17
12
Mannswörth
15
-10
16
13
1.SSC
15
-10
13
14
ASV13
14
-26
10
15
Wienerberg
15
-12
9

Überblick Frauen:

9
1.SSC
Dyn Donau
4:1 (3:0)

3
Altera P
9
9
18
4
Mariahilf
9
11
16
5
1.SSC
9
12
15
6
Neusiedl
9
-12
12
7
WSC 1b
9
1
12

Plan für aktuelle Woche