Lieblingsvorbereitungsgegner Elektra – wieder gewonnen

2:1-Sieg nach Erfolg im Sommer

Wie im Sommer, so auch im Winter war der erste Vorbereitungsgegner die Elektra. Und auch zuhause setzte es für den Dritten der Stadtliga gegen den Tabellenführer der 2.Landesliga eine Niederlage. Dieser Sieg bringt zwar nichts zählbares, allerdings sollte er motivierend für die Frühjahrssaison sein.
Simmering begann im 2. Bezirk ohne die erkrankten Halilovic und Slamarski, ohne den verletzten Kilic und die rekonvaleszenten Vlcek und Özdemir, dafür standen mit Behremovic, Kirimli und Polster alle drei jungen Neuzugänge in der Startformation, was ein interessantes Detail am Rande mit sich bringt: Beim Meisterschaftsentscheidenden Spiel der U16-WFV-Liga in der Saison 2016/17 zwischen Schwechat und dem 1.SSC, das die Simmeringer für sich entscheiden und somit vorzeitig die Meisterschaft fixieren konnten, standen vier Spieler der gestrigen Simmeringer Mannschaft am Feld: Behremovic und Kirimli für Schwechat, Singca und Ruttinger für Simmering – an der Linie fungierte damals übrigens als Simmering-Trainer der jetzige Sturm Graz-Co-Trainer Nikon El Maestro.
Elektra spielte wienerligamäßig abgebrüht, hatte wesentlich mehr Ballbesitz, doch die ersten Chancen taten sich für die Hadkicker auf. Nach vier Minuten verzog Frljuzec nur knapp, doch auch für die Elektra taten sich einige gefährliche Situationen auf, die jedoch klar vergeben wurden oder die Simmerings Keeper Jagschitz mühelos entschärfte.
Bei den Gegenzügen hingegen schuf die Unsicherheit des Elektra-Tormanns immer wieder Gefahr für das Tor der Leopoldauer, selten konnte er auch weniger plazierte Schüsse bändigen, doch Simmerings Offensive hatte meist das Nachsehen gegenüber der Defensive von Elektra.
Allerdings sorgte in der 29. Minute wiederum ein Tormannfehler für den Simmeringer Führungstreffer, als Berger aus äußerst spitzem Winkel abzog, anstatt zu flanken und der Ball trotzdem in den Maschen des Tornetzes landete.
Die defensive Konzentriertheit der Hadkicker ließ ob des Führungstreffers nun etwas nach und man stürmte etwas zu ungestüm nach vorne, was zu Konterchancen für die Elektra führte. So war der 1:1-Ausgleich in der 38. Minute die Folge einer Unachtsamkeit in der Simmeringer Abwehr bei einem dieser Konter.
Zur Pause blieben dann die angeschlagenen Kirimli, Mattes, Misuric und Singca in der Kabine, um keine schwereren Verletzungen zu riskieren und wurden von Kleibl, Tuna, Yücel und Zaniitzer ersetzt, aber auch die Elektra wechselte einige Male.
Trotz der anscheinenden Simmeringer Schwächung entwickelte sich nun ein wesentlich offeneres Spiel, bei dem nun die Hadkicker immer mehr das Steuer in die Hand nahmen und das Spiel immer mehr bestimmten. Jagschitz hatte nun gar nichts mehr zu tun und auch der für ihn eingewechselte Ruttinger hatte lediglich mit ein paar zu lange geratene Steilpässe zu tun, die er mühelos runterpflückte.
Die Torchancen waren jetzt eigentlich nur mehr auf Seiten des Elektra-Tors zu sehen, wobei ein reguläres Tor von Rossak wegen angeblichen Abseits seine Anerkennung verwehr blieb, da anscheinend durch die dunkle Elektra-Dress nicht jeder Verteidige vom Schiedsrichter wahrgenommen werden konnte. Und noch weitere zweimal scheiterte Rossak am Torerfolg: Beim ersten Versuch konnte er den Ball gerade noch am herausstürmenden gegnerischen Tormann vorbeispitzeln, allerdings war der Winkel schon zu spitz, sodaß er beinahe von der Torauslinie noch fast ins Tor traf. Bei der zweiten Gelegenheit verfehlte sein Lupfer aus 25m über den Tormann nach einem Missverständnis der Elektra-Defensive nur um Zentimeter das Tor.
Immer wieder kamen die Simmeringer nun über die Seiten durch, Berger und Frljuzec beackerten die linke Seite, Handzel, Tuna und Rossak die rechte, und sogar Kleibl kam nach einem Durchbruch über links zu einer Torchance, jedoch fiel der Schuß etwas zu schwach aus, sodaß er kein Problem für den gegnerischen Schlußmann darstellte.
Die Elektra-Spieler waren anscheinend vom Simmeringer Spiel überrascht, sodaß sie einige Male zu Härteeinlagen griffen, obwohl es sich lediglich um ein „Freundschaftsspiel“ handelte. Doch Frljuzec scheiterte bei einen deswegen verhängten indirekten Freistoßes aus 15m an der Mauer.
Aber fünf Minuten vor Ende des Matches tankte sich wiederum Frljuzec über links durch, verlor zwar den Ball doch der pressende Simmeringer Verteidiger Kleibl konnte den Ball wiedergewinnen, Neuerwerbung Behremovic zog völlig freistehend aus knapp 25m ab und erzielte so den 2:1-Siegtreffer für den eine Liga tiefer spielenden 1.SSC.
Die angestrebte Schlußoffensive der Heimischen verpuffte schon weit vor dem Simmeringer Sechzehner, sodaß die Hadkicker nach dem 4:1 im Sommer auf eigener Anlage nun auch auf dem Elektra-Platz als sogar verdienter Sieger vom Feld gingen.
Ein Sieg in einem Vorbereitungsspiel bringt zwar die Mannschaft dem Meistertitel kein Stück näher, doch sollte dieser motivierend auf die kommenden Aufgaben in der 2.Landesliga wirken.
ASK Elektra – 1. Simmeringer SC 1:2 (1:1)
17.1.2020 19 00 Elektra-Platz (50 Zuseher)
Aufstellung: Manuel Jagschitz (75. Alexander Ruttinger); Manuel Polster, Yasin Kirimli (46. Kadir Tuna), Armin Behremovic, Slaven Misuric (46. Özkan Yücel), Szymon Handzel (80. Alexander Höbart), Christoph Mattes (46. Alexander Zanitzer), Nikola Frljuzec, Jayson Singca (46. Andreas Kleibl), Andreas Rossak, Christian Berger
Tore für Simmering: Christian Berger (29.), Armin Behremovic (85.)

Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)
Alle Bilder vom Kampfmannschaftsmatch gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.
VORANZEIGE
Dienstag, 21. Jänner 2020, 19h: Vorbereitungsspiel zuhause gegen den Stadtligisten Gerasdorf Stammersdorf

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Datum: 18. Januar 2020

Wahl zum beliebtesten Unterhaus-Team

Auf ligaportal.at gibt es – wieder einmal – die Abstimmung zum beliebtesten Unterhausteam je Liga. Und das dies in der 2. Landesliga Wien wohl nur der 1.Simmeringer Sportclub sein kann, versteht sich eigentlich von selbst.

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Im Sumpf stecken geblieben

Unentschieden bei Siemens

Es kam einiges zusammen, dass es nur zu einem Unentschieden reichte, aber wenn man die Chancen besser genutzt hätte, bräuchte man auch keine Ausreden, auch wenn alle äußeren Umstände gegen Simmering sprachen.

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Routinierte drei Punkte

Souveränes 2:0 gegen LA Riverside

Ein Pflichtsieg wurde erwartet und es wurde auch einer. Doch man tat sich offensiv wesentlich schwerer als im Sommer und LA Riverside, die im Winter einiges an Verstärkungen geholt haben, trat alles andere als ein Abstiegskandidat auf, auch wenn zumindest die Simmeringer Defensive nicht besonders gefordert wurde.

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Souveräner Pflichtsieg

Verwaltetes 5:0 gegen AC Shqiponja

Der Klassenunterschied war von Anfang an klar ersichtlich, Simmering souverän, Shqiponja dem Gegner nicht gewachsen, auch wenn ihre Defensive diszipliniert stand, hätte der Sieg noch um das ein oder andere Tor höher ausfallen können.

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Im Wettkampfmodus

Beeindruckendes 2:0 gegen Mistelbach

Der Zweitplatzierte der 2. NÖ-Landesliga zu Gast beim Tabellfenführer des Wiener Pendants versprach doch einiges – und das Versprechen wurde gehalten. Simmering hat nach den eher zähen letzten Vorbereitungsspielen in den Wettkampfmodus umgeschalten und schon läuft das Spiel beinahe schon so flüssig wie im Herbst.

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Überblick KM:

17
Siemens
1.SSC
1:1 (0:1)

1
1.SSC
17
42
44
2
Ostbahn
17
23
37
3
Columbia
17
24
36
4
Helfort
17
14
36
5
FAC Am
17
23
35

Überblick Frauen:

11
Alxingerg
1.SSC
0:4 (0:4)

1
AKA Austr 1b
11
55
28
2
1.SSC
11
41
26
3
Viktoria
11
42
25
4
Schönbrunn
11
10
22
5
Altera P 1c
11
12
17

Plan für aktuelle Woche