Der Sieger dieses Matches wäre dem Abstieg ein Stückchen von der Schaufel gesprungen, doch weder Simmering noch Stadlau konnten sich in diesem körperlichen, aber fairen Duell durchsetzen. .
Dass Stadlau mehr unter Druck stand, war von Anpfiff an spürbar, denn sie wollten den Heimvorteil nutzen und ein schnelles Tor erzielen, so pressten sie die Hadkicker sehr hoch an, was zum Leidwesen der Simmeringer sehr oft erfolgreich war. Doch sobald sie in die Nähe oder in den Strafraum kamen, war zu erkennen, warum Stadlau an dieser Tabellenposition steht: überhastete Passes in der Offensive, und wenn man dann vor das Tor kam, war die eklatante Abschlussschwäche nicht zu übersehen.
Aufregung gab es nach gut zwanzig Minuten, als das Heimteam und deren Anhang vehement Elfer forderte. Doch da der das Spiel routiniert leitende Schiedsrichter seine Linie durchzog und nicht jeden Körperkontakt und jedes kurzzeitige Halten pfiff, ließ er sich vom zu offensichtlichen Fallen des Stadlauer Offensivspielers nicht zu einer Elferentscheidung hinreißen. Manch Simmeringer erinnerte sich an die Vorwoche, als ein wesentlich offensichtlicheres Foul an Kaya nicht mit Elfer geahndet wurde.
Simmering brauchte hingegen über eine halbe Stunde, ehe sie den ersten Schuss auf das gegnerische Tor verbuchen konnten, der allerdings zu zentral ausfiel.
Mit einem logischen torlosen Remis ging es in die Halbzeitpause und trotz einiger Wechsel änderte sich in der zweiten Hälfte nicht viel. Gleich nach Wiederanpfiff gab es einen kurzen Schockmoment für beide Fanlager, als Özdemir und sein Gegenspieler mit den Köpfen zusammenkrachten. Im Gegensatz zur Vorwoche unterbrach der Schiedsrichter sofort das Spiel, sodass beide behandelt werden und weiter am Spiel teilhaben konnten, wobei Özdemirs blutende Wunde mit einem klassischen Fußballerturban gezähmt wurde.
Mit Fortdauer des Spiels kamen nun auch die Hadkicker immer öfter zu Abschlüssen, während die Stadlauer Offensive alles unternahm, um ja kein Tor zu erzielen, wobei allerdings auch Jagschitz das eine oder andere Mal kurzzeitig eingreifen musste.
Die erste große Torchance für die Hadkicker zehn Minuten vor Spielende gleich eine Doppelchance, als zuerst Özdemir am Tormann und Avci am liegenden Verteidiger scheiterte und dann beide den frei liegenden Ball nicht mehr erreichten.
Den Matchball hatte dann Avci mit der letzten Szene des Spiels in der 96. Minute am Fuß, doch trotz Bedrängnis und Zerrens des Gegenspielers kam er noch an den Ball, der jedoch knapp neben dem rechten Pfosten ins Toraus kullerte.
Schlussendlich ein Remis, mit dem zwar beide – noch – leben können, jedoch keines der Teams so richtig zufrieden sein kann.
Die U23 führte bei ihrem Spiel zur Halbzeit 2:1, konnten diesen Vorsprung aber nicht über die Zeit bringen und verlor noch mit 5:3.
Nächste Woche erwartet uns dann auf der Had das „Grenzderby“ gegen Schwechat, bei dem wieder Punkte folgen sollen – zuhause geht es ja wesentlich einfacher.
(250 Zuseher)
Aufstellung: Manuel Jagschitz; Philipp Straube, Noah Mayrhofer, Daniel Djordjevic, Ugur Sezen (46. Kristian Djordjevic), Emre Avci, Muhammet Özdemir, Peter Safranek (74. Ibrahim Abd Rabou), Filip Radojkovic, Marko Cojic (65. Tarik Ahmetovic), Melih Kaya (65. Hovsep Karpouzian)
Kader: Filip Nesic, Lukas Fasching
U23:
FC Stadlau - 1. Simmeringer Sportclub 5:3 (1:2)(50 Zuseher)
Aufstellung: Stefan Jovic; Bedirhan Yildirim, Robert Marjanovic, Armin Mesanagic, Habib Khosravi Tabar, Kerem Karaca, Lazar Milic, Elyes Ben Hassine, Malik Mulalic, Tarik Ahmetovic (56. Merdian Suljejmani), Mirhat Müldür (56. Antoni Abou-Assi)
Tore für Simmering: Elyes Ben Hassine (29.), Armin Mesanagic (35.), Merdian Suljejmani (69.)
Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)
Alle Bilder vom KM-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.
VORANZEIGE
Samstag, 6. Juni 2026, 15h: Heimspiel gegen Schwechat (U23: 17h)

