Von -11 auf +10

Der Meistertitel stand bereits fest, aber mit welcher Überlegenheit dieser schlussendlich gefeiert werden durfte, gehört in die Kategorie „Fußballmärchen“: Nach 11 Runden lag man 11 Punkte hinter der Tabellenspitze, 19 Spiele oder 18 Siege und ein Unentschieden später steht man am ersten Tabellenplatz mit 10 Punkten Vorsprung.

Mit ruhigem Gewissen konnten die Vorbereitungen für die letzte Runde und der gebührenden Meisterfeier getroffen werden. Die Nachwuchsmannschaften marschierten ein und standen für das ebenfalls meisterliche Frauenteam des 1.SSC spalier, bevor die erfolgreiche Kampfmannschaft zum ersten Mal an diesem Tag geehrt wurde.
Auch der übliche Einlauf der beiden Mannschaften vor dem Spiel gestaltete sich etwas anders, da auch hier das Schiedsrichterteam und die gegnerische Mannschaft von Columbia Floridsdorf spalier für die Hadkicker standen, die diesmal von Karl Höflich als Kapitän auf das Feld geführt wurden, der mit diesem Match seine Karriere beendete. Doch Geschenke wurden von Anpfiff an keine verteilt.
Simmering spielte in meisterlicher Manier von Beginn an und setzte die Floridsdorfer in gewohnter Spielweise von Anfang an unter Druck. So waren gerade einmal zehn Minuten vergangen, als Halilovic auf der rechten Seite freigespielt wurde und zum mitgelaufenen Hirschbeck passen konnte, der den Ball zur 1:0-Führung ins Tor bugsierte.
Wieder nur zehn Minuten später legte sich Vlcek 25m vom Tor entfernt den Ball für einen Freistoß zurecht und jagte diesen unhaltbar zum 2:0 in die Maschen.
Doch nur drei Minuten später konnte die Columbia nach einer Unkonzentriertheit in der Abwehr den Anschlusstreffer erzielen, wohl auch, weil nicht mehr mit letzter Konsequenz gekämpft wurde, um keine Fouls und vor allem um keine Verletzungen mehr zu riskieren, was allerdings auch für den Gegner galt. Es entwickelte sich von Anfang ein faires Spiel, in dem ansprechender Fußball geboten wurde.
Nur kurz nach Wiederanpfiff gab es dann Freistoß für Simmering in der Nähe der Mittellinie, den Vukovic gefühlvoll in den Strafraum trat, wo er Hirschbeck als Abnehmer fand, der mit dem 3:1 sein zweites Tor an diesem Nachmittag erzielte.
Simmering spielte weiter souverän, Columbia spielte allerdings mit und fand ebenfalls die eine oder andere Torchance vor. Doch wieder waren es die Simmeringer, die erfolgreich waren. In der 58. Minute kam ein Abpraller an den Sechzehner, wo Halilovic den Ball volley übernahm und mit einem Traumtor das 4:1 erzielte.
Nur kurze Zeit später allerdings gab es dann Elfer für Columbia, die so zumindest wieder um ein Tor näher kamen.
Doch die Schlussphase prägten weiterhin die Hadkicker, was auch an der Tatsache zu erkennen ist, dass Ersatzgoalie Ruttinger, der in der 71. Minute für Jagschitz eingewechselt wurde und so auch erstmals in dieser Saison Meisterschaftsluft schnuppern durfte, keinen gefährlichen Ball auf das Tor bekam.
Viel eher hatten die Simmeringer das fünfte Tor am Fuß bzw. am Kopf, doch weder Stojiljkovic, Soura, Höflich, Slamarski, noch Vlcek konnten den Ball im Tor unterbringen.
In der 86. Minute gab es dann den verdienten Abschied für Höflich, der in seinem letzten Karrierespiel seinen Applaus für viele Jahre in Simmering bekam.
Pünktlich gab es den Abpfiff und danach brachen die Dämme. Die Herren durften den Meisterteller von WFV-Präsiden Sedlacek entgegennehmen und feierten gemeinsam mit dem Frauenteam den Doppelmeistertitel noch stundenlang in die Nacht hinein.
Bereits zu Mittag beendete die U23 eine beeindruckende Saison, denn auch sie starteten mehr oder minder „ausbaufähig“ in die Saison, festigten sich aber immer mehr und besiegten den bereits feststehenden U23-Meister Columbia Floridsdorf – Gratulation an dieser Stelle nach Floridsdorf! – doch deutlich mit 5:0 und erreichten schlussendlich den dritten Tabellenplatz, punktegleich mit dem Zweiten Red Star, doch in den direkten Duellen fehlte den Simmeringer Youngsters gerade mal ein Tor.
Doch auch der dritte Platz ist ein Erfolg und der Glückwunsch gilt nicht nur der Mannschaft, sondern auch dem Trainerteam Bakar und Höflich!



1. Simmeringer Sportclub - Columbia Floridsdorf 4:2 (2:1)
(400 Zuseher)
Aufstellung: Manuel Jagschitz (71. Alexander Ruttinger); Christian Berger, Boris Vukovic, Dino Halilovic, Benjamin Soura, Dejan Slamarski, Julian Hirschbeck (57. Peter Safranek), Aleksandar Stojiljkovic, Jayson Singca (57. Stefan Milovanovic), Karl Höflich (86. David Freyler), Michal Vlcek
Kader: Mateo Zetic

Tore für Simmering: Julian Hirschbeck (10.), Michal Vlcek (20.), Julian Hirschbeck (47.), Dino Halilovic (58.)


U23:

1. Simmeringer Sportclub - Columbia Floridsdorf 5:0 (2:0)
(40 Zuseher)
Aufstellung: Alexander Ruttinger; Yavuz Tuncay, Sandro Drljepan (53. Jamil Lokou), Marcel Schütz, Fabian Teufl, Wasimullah Gharwal, Manuel Haas, Hasim Hassan, Anel Husejnovic (46. Filip Ilic), Yassine Dhahri, Patrick Munteanu
Kader: Petar Milovanovic, Alexander Lagler

Tore für Simmering: Hasim Hassan (10.), Wasimullah Gharwal (44., 64.), Hasim Hassan (73., 85.)

Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)

Alle Bilder vom KM-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.
Alle Bilder vom U23-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.
Alle Bilder von der Meisterfeier gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.

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Datum: 19. Juni 2022

Gleichwertig, aber verloren

Die Vorzeichen waren eindeutig: Schwechat ganz vorne, Simmering – fast – ganz hinten, doch im Spiel merkte man nichts dergleichen. Der einzige Unterschied war vor dem Tor, wo die Niederösterreicher kaltblütiger und glücklicher agierten.

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Ein gewonnener und doch auch zwei verlorene Punkte

Das Duell der beiden Aufsteiger ließ aufgrund der Tabellensituation bereits Spannung aufkommen: Beide eher im unteren Tabellenmittelfeld, wobei sich 1980 anscheinend besser in die Stadtliga integrieren konnte. Doch das Spiel ließ keinen Sieger zu.

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Drei Punkte am Lieblingsplatz

Bereits in der 2. Landesliga holte man in allen zwei Spielen in Helfort drei Punkte und nun siegte man auch in der Stadtliga auf dem eher kleinen Platz in Ottakring – Dank einer herausragenden Defensivleistung und einer eiskalten Offensive.

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Ein Punkt bei der Brigittenauer Morgenmatinee

Im Vorhinein wäre man mit einem Punkt zufrieden, aufgrund des Spieles wäre allerdings ein Sieg verdient gewesen, doch auch Brigittenau hatte sogar in Unterzahl noch Chancen auf den Sieg. Im Endeffekt ein Remis, bei dem man nicht genau weiß, wie man damit umgehen soll.

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Überblick KM:

15
1.SSC
Wienerberg
1:1 (1:0)

11
WAF Br
14
-9
17
12
Mannswörth
15
-10
16
13
1.SSC
15
-10
13
14
ASV13
14
-26
10
15
Wienerberg
15
-12
9

Überblick Frauen:

9
1.SSC
Dyn Donau
4:1 (3:0)

3
Altera P
9
9
18
4
Mariahilf
9
11
16
5
1.SSC
9
12
15
6
Neusiedl
9
-12
12
7
WSC 1b
9
1
12

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