Von souverän bis nervenaufreibend

Bei sengender Hitze konnten die Hadkicker ihren Teil dazu beitragen, weiterhin in Aufstiegsträumen zu schwelgen – auch wenn der Verband noch immer keine Entscheidung diesbezüglich getroffen hat. Schien der Sieg anfänglich klar zu werden, wurde es dann doch noch sehr knapp, allerdings verdienten sich die Simmeringer diese drei Punkte redlich.


Das Spiel begann den Temperaturen entsprechend vorsichtig und nicht allzu schnell, bis schließlich wie bereits gegen Hellas Kagran Berger im Strafraum gelegt wurde. Und wieder war es Vlcek, der in der 8. Minute den 1.SSC mit dem fälligen Strafstoß in Führung brachte.
Siemens war die ersten paar Minuten durch ein, zwei schnell vorgetragene Konter gefährlich, doch Simmering stellte sich schnell darauf ein, sodass in der ersten Halbzeit keine Torgefahr mehr auf Seiten der Heimmannschaft ausging.
Im Gegenzug drang man immer gefährlicher in die Abschlusszone ein, bis schließlich Vlcek sich links durchtankte und den Ball noch perfekt zu Halilovic in die Mitte bringen konnte, der in der 20. Minute per Kopf das 2:0 erzielte.
Die restliche erste Halbzeit gehörte dann eher in die Kategorie „Sommerkick“, doch Simmering schonte die Kräfte und Siemens war nicht in der Lage, gefährlich zu werden.
Die zweite Halbzeit begann gleich wieder mit einem Konter von Siemens, doch dieses Strohfeuer erlosch nach kurzer Zeit, als Handzel auf der rechten Seite durchbrach und nicht einmal mit einem ausschlussreifem Foul des gegnerischen Tormanns aufgehalten werden konnte. Er brachte den Ball gerade noch vor der Torauslinie in die Mitte, wo Vlcek den Ball annahm, noch einen Gegenspieler ausspielte und zum 3:0 in der 54. Minute einnetzte.
Nach ca. einer Stunde war es wieder Vlcek, der während eines Fouls an ihn den Ball noch perfekt zu Halilovic brachte, der seinen Gegenspieler ausspielte und souverän zum vermeintlichen 4:0 traf. Doch hier unterlag der Schiedsrichterassistent einem Irrtum, indem er Halilovic im Abseits sah – so gab es nur Freistoß aufgrund des Fouls an Vlcek und kein weiteres Tor für Simmering.
Diese Aktion brachte die Hadkicker anscheinen komplett aus dem Konzept, den plötzlich lief überhaupt nichts mehr. Kein Pass schien mehr anzukommen, sämtlich Bälle gingen vorzeitig verloren und so stellte Siemens innerhalb von zwei Minute auf 2:3.
Nun kam doch etwas Nervosität unter den mitgereisten Simmeringer auf, doch man fing sich wieder und setzte nun gästeseitig einen gefährlichen Konter nach den anderen – doch zählbares sollte nicht mehr rausspringen.
Kurz vor Schluss passierte dann sogar noch ein Schlampigkeitsfehler im Mittelfeld, der die Hausherren nochmals gefährlich vor das Tor kommen ließ, doch zuerst konnte Jagschitz den Ball abwehren und dann traute sich anscheinend niemand auf das verwaiste Tor zu schießen.
In den letzten Jahren tat man sich bei Siemens immer hart, ließ immer wieder Punkte dort liegen, sodass man mit dem heutigen Sieg eigentlich zufrieden sein kann, denn die Aufstiegschance lebt noch immer.
Nächste Woche wird sich dann im Bezirksderby zeigen, ob der 1.SSC bereit ist, ein Aufstiegsaspiranten-Quartett zu bilden, oder ob Columbia, Ostbahn und der NAC weiterhin ein Aufstiegsaspiranten-Trio bleiben – die Had ist jedenfalls gerüstet!


Siemens Großfeld - 1. Simmeringer Sportclub 2:3 (0:2)
19.06.2021 16:00 Sportplatz Siemens (50 Zuseher)
Aufstellung: Manuel Jagschitz; Michal Vlcek, Boris Vukovic, Dino Halilovic, Szymon Handzel (63. Anes Dezić (87. Amir Bassiouny)), Moaz Abd El Rehim, Kadir Tuna, Dejan Slamarski, Julian Hirschbeck (46. Muhammet Ali Araz), Manuel Polster, Christian Berger
Kader: Alexander Ruttinger, David Freyler

Tore für Simmering: Dino Halilovic (20.), Michal Vlcek (8., 54.)


Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)

Alle Bilder vom Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.

VORANZEIGE
Samstag, 26. Juni 2021, 15:30h: Heimderby gegen Ostbahn XI

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Datum: 19. Juni 2021

Aufholjagd nur von Lockdown gestoppt

Der vierte Sieg en suite, 21 Tore bei diesen vollen Punktegewinnen, doch gerade jetzt rutscht uns Corona wieder von hinten rein. Auch die Columbia aus Floridsdorf konnte den Erfolgslauf des 1.SSC nicht stoppen, obwohl dort in den letzten Jahren nie viel zu holen war.

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Der Siegeslauf geht weiter

Der Knoten dürfte jetzt endgültig geplatzt sein, ein beeindruckendes 7:0 gegen Alt-Ottakring scheint dies zu bestätigen – und der Sieg hätte noch höher ausfallen können. Jetzt kommt es auf die letzten beiden Spiele bei Columbia Floridsdorf und zuhause gegen Red Star an, wo man in der Tabelle überwintert.

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Form konserviert, drei Punkte in Nußdorf

Die Chancenauswertung der ersten Halbzeit war noch ausbaufähig, doch immerhin kassierte man noch keinen Gegentreffer wie in den letzten Jahren. In der zweiten Hälfte dann wurde die Überlegenheit dann auch endlich in Tore und in drei Punkte umgemünzt.

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Den Frust weggeschossen

Auch wenn das Ergebnis das Spiel nicht ganz widerspiegelt und um ein-zwei Tore zu hoch ausfiel, auch wenn trotzdem wieder einiges an Chancen liegen gelassen wurde, schien es, als ob die Ladehemmung der letzten Spiele in den Schlussminuten endgültig abgelegt wurde. Ob es der „Befreiungsschlag“ war, wird man in den nächsten Spielen sehen.

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Verschenktes Spiel

Auch wenn der Führungstreffer erst nach einer knappen Stunde fiel, musste man bei diesem Spiel eigentlich nicht befürchten, dass es kein Sieg werden würde. Wenn man da nicht dem Gegner kurz vor Schluss ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gemacht hätte.

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Überblick KM:

14
Columbia
1.SSC
1:5 (1:2)

3
Red Star
14
17
29
4
1980
14
11
27
5
1.SSC
14
23
26
6
Hellas
14
10
26
7
Siemens
14
-10
19

Überblick Frauen:

9
1.SSC
Dyn Donau
5:3 (4:2)

1
SU Schönbrunn
9
33
25
2
WSC 1b
9
29
21
3
1.SSC
9
14
20
4
Austria 1c
9
25
17
5
Altera P 1b
9
-1
16

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