Nach gut einer Minute entschieden

Bereits in der zweiten Minute stand der Endstand fest, doch auch in den restlichen mehr als 90 Minuten tat sich einiges. Ein von Jagschitz gehaltener Elfer, ein Lattenschuss von Holzgethan und eine rote Karte gegen Wienerberg – es wurde einiges geboten, auch wenn das Spiel selber nicht zu den hochkarätigsten zählte, für Spannung war allerdings gesorgt.

Mit dem Anstoß und dem ersten Angriff kam Simmering auch gleich zur ersten Ecke. Diese wurde nochmals zu Corner-Schütze Holzgethan abgewehrt, dieser flankte von rechten Seite in den Sechzehner, Binder verfehlte den Ball noch per Kopf, doch Savic konnte das Leder bändigen, flankte beinahe von der Torauslinie nochmals in die Mitte, Safranek konnte den Ball noch vor dem Tor halten, wo Binder draufhielt und aus 5 Metern die 1:0-Führung erzielte.
Wienerberg zeigte sich offensiv gar nicht geschockt, doch ihr gefälliges Spiel endete spätestens vor dem Strafraum, an dem die Simmeringer Defensive unüberwindbar schien. Hingegen leistete sich die Defensive der Gastgeber immer wieder Schnitzer, die den Simmeringer Angriff in aussichtsreiche Positionen brachte, doch meist entstand nur ein Getümmel im Sechzehner, in dem die Wienerberger schlussendlich doch noch ausputzen konnten.
Pech hatte Hauser, als er auf der linken Seite im Zusammenspiel mit Vlcek durchdrang und genau vor dem Abspiel zu den in den im Sechzehner frei stehenden Safranek und Hirschbeck ausrutschte.
Aufregung gab es dann in der 31. Minute, als Binder wieder einmal einen Angriff klärte, der Schiedsrichter jedoch dabei ein Foul gegen einen Wienerberg-Angreifer erkannte, was auf Unverständnis des Simmeringer Anhangs stieß. Doch Jagschitz konnte den Elfer abwehren und sicherte den Vorsprung.
Wienerberg spielte weiterhin gefällig, nutzten die volle Breite des Platzes aus, doch zu gefährlichen Torchancen kamen sie weiterhin nicht. So blieb der Strafstoß der einzige Schuss auf das Simmeringer Tor, während die restlichen Angriffe souverän von der Defensive der Hadkicker gestoppt werden konnten.
In der zweiten Halbzeit entwickelte sich nun ein offeneres Spiel, denn Wienerberg stellte taktisch offensiver um, was den Simmeringern wesentlich mehr Räume für Gegenstöße bot. Vor allem Slamarski spielte wie auch in der ersten Halbzeit seine Routine aus und sorgte für den Aufbau der Angriffe. Doch weder Wienerberg noch Simmering kamen anfänglich gefährlich vor das Tor.
Aufregung gab es jedoch im Wienerberger Strafraum, als der zur Halbzeit eingewechselte Lombas strafstoßwürdig gefoult wurde, jedoch der Elferpfiff verwehrt blieb. Dazu kam dann auch noch Pech, als Holzgethan am Sechzehner eigentlich gar nicht perfekt angespielt wurde, doch sein Dropkick nur die Latte traf.
Das Spiel wurde zusehends ruppiger, wobei die Nerven der Wienerberger immer blanker lagen. Zuerst konnte einer ihrer Mittelfeldspieler nach einer gelben Karte nach Kritik, nachdem ihm der eingewechselte Hamzic wieder einmal den Ball abluchste, von seinen Mannschaftskollegen gerade noch vom Schiedsrichter weggezerrt werden, doch in der 83. Minute war es dann soweit, als Slamarski in der Defensive ein eigentlich schlechtes Zuspiel gerade noch so erkämpfen konnte, jedoch vom Wienerberger Gegenspieler von hinten mit dem gestreckten Bein mit offener Sohle gefällt wurde, was jenem zurecht die rote Karte einbrachte.
In den Schlussminuten hätte sich auch noch der gegnerische Torwart nach einem Kopfstoß gegen Holzgethan die Rote verdient, doch der Schiedsrichter ließ ihm gnädigerweise mit einer gelben Karte die letzten Sekunden am Feld.
Nach 97. Minuten war dann Schluss und Simmering konnte wie auch im Frühjahr alle drei Punkte vom Wienerberg mit nach Hause nehmen. Auch wenn das Match für Fußballgourmets kein Leckerbissen war, so blieb es doch bis zur letzten Sekunde spannend und Simmering konnte einen schlussendlich doch verdienten Sieg aufgrund der Torchancen einfahren, während Wienerberg bis auf den Strafstoß eigentlich nie gefährlich vor das Tor kam.
Die U23 folgte leider dem Trend des Frühjahres und bezog eine 1:5-(0:4-)Schlappe. Ansatzweise erkannte man zwar eine Verbesserung, doch diese Mannschaft, die zum ersten Mal in dieser Zusammensetzung spielte, muss sich erst finden. Vor allem in der Defensive, denn allen Toren gingen Konter voraus, in dem die Wienerberger mit einer erheblichen Überzahl vor dem Simmeringer Tor auftauchten.
Am Samstag geht es dann zuhause gegen Stadlau weiter, gegen die es wohl zu einem schwierigerem Spiel kommen wird. Ob bereits am neuen (Kunstrasen-)Feld gespielt werden kann, wird sich im Laufe der nächsten Woche entscheiden. Leider liegt das Alles nicht in Simmeringer Hand, da man von der Baufirma, dem Magistrat und der schlussendlichen Kommissionierung des Verbandes abhängig ist, ob bis Samstag alles rechtzeitig von den betroffenen Stellen erledigt wird.



Wienerberg 1921 - 1. Simmeringer Sportclub 0:1 (0:1)
(200 Zuseher)
Aufstellung: Manuel Jagschitz; Luka Savic, Luca Binder, Julian Hirschbeck (73. Mert Ucar), Roman Holzgethan, Dejan Slamarski, Michael Ried, Marcel Brunner (59. Zinedin Hamzic), Peter Safranek (87. Anel Husejnovic), Philipp Hauser, Michal Vlcek (46. Santiago Gans Lombas)
Kader: Alexander Ruttinger, Florian Himler

Tore für Simmering: Luca Binder (2.)


U23:

Wienerberg 1921 - 1. Simmeringer Sportclub 5:1 (4:0)
(70 Zuseher)
Aufstellung: Alexander Ruttinger; Sandro Drljepan, Marcel Schütz, Edin Sarkinovic, Enzo Nkonobang, Mert Ucar (3. Paul Ediae), Anel Husejnovic (78. Bedirhan Zeyrek), Zinedin Hamzic (58. Wasimullah Gharwal), Kevin Elawure, David Boskovic (58. Maurice Schütz), Aldin Smajic
Kader: Filip Nesic

Tore für Simmering: Wasimullah Gharwal (70.)

Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)

Alle Bilder vom KM- und U23-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.

VORANZEIGE
Samstag, 26. August 2023, 18:00h: Heimspiel gegen FC Stadlau (U23: 20h)

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Datum: 19. August 2023

Überlegen – und doch keine Punkte

Im besten Spiel seit langem war es wie verhext, das Runde wollte nicht in das Eckige. Zweimal rettete die Latte für 1980, mehrmals ihr Goalie, und ein paar Mal konnte man den Ball noch von der Linie geklärt werden. Doch im Netz landete er nur einmal – im Simmeringer Tor.

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Immerhin ein Punkt

Die Vorzeichen standen für beide Teams ungünstig, gesperrte und verletzte Spieler dünnten den Kader aus, so dass schlussendlich ein gerechtes 1:1 als Endstand diente..

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Nuller-Runde in Kaisermühlen

Der Favorit stand vor dem Spiel fest, doch SV Donau kam zu einem sehr glücklichen Sieg gegen den 1.SSC. Und hatte dazu noch Beihilfe von unerwarteter Seite.

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Mit einem Remis die Serie fortgesetzt

Red Star Penzing kann gegen Simmering nicht gewinnen, doch auch wenn der 1.SSC die drei Punkte wohl dringender benötigt hätte, ist das Remis am Ende gerecht, denn beide Teams agierten gleichwertig, auch wenn Red Star im vorderen Mittelfeld der Tabelle steht und Simmering gerade noch auf einem Nicht-Abstiegsplatz.

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Überblick KM:

22
1.SSC
1980
0:1 (0:0)

12
Wienerberg
22
-11
22
13
A XIII
22
-11
21
14
Hellas
22
-25
18
15
1.SSC
22
-21
17
16
ASV13
22
-39
13

Überblick Nachwuchs:

U18:
16
FAC
1.SSC
: (:)
U16:
16
FAC
1.SSC
: (:)
U15:
16
FAC
1.SSC
: (:)
U14:
16
FAC
1.SSC
6:1 (3:0)

8
Mauer
62
-9
80
9
Stadlau
64
-39
78
10
Vienna
63
-13
78
11
Schwechat
64
-52
66
12
1.SSC
61
-67
62

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