Nachbarschaftshilfe

Ein 0:2-Rückstand zur Pause verheißt eigentlich nichts Gutes, doch in der zweiten Hälfte waren mehr als genug Chancen da, dies zu egalisieren oder sogar noch gewinnen zu können.

Der Beginn war von beiden Seiten vorsichtig. Den Schwechatern, mit nur einem Punkt aus acht Spielen im Gepäck angereist, sah man die Nervosität an; Simmering, immerhin bereits zehn Punkte, war durch die letzten Spiele verunsichert und setzte leider genau dort fort, sodass die keineswegs spielbestimmenden Gäste bereits nach fünf Minuten mit einer glücklichen Aktion 1:0 in Führung gingen.
Das Spiel plätscherte nun den Tabellenplätzen entsprechend dahin, beide Mannschaften konzentrierten sich auf die Defensivaufgaben: Schwechat wollte das 0:1 verwalten, hingegen die Hadkicker festigten ihr Defensivverhalten. Doch mit Fortdauer des Spiels kamen sie nun immer näher an das gegnerische Tor, vor allem die wieder fitten Holzgethan und Brunner gaben dem Simmeringer Spiel die nötige Ruhe, nachdem Slamarski und Himler verletzt auf der Tribüne saßen. Das Lazarett des 1.SSC füllt sich immer wieder sofort, nachdem es sich scheinbar etwas lichtet.
Ein erster kurzer Aufreger entstand, als Hauser auf das Tor zulief und von einem Braustädter mit beiden gestreckten Füssen gestoppt wurde. Zwar wurde, wie der Schiedsrichter anzeigte, der Ball gespielt, doch andere Spielleiter hätten hier ein rücksichtsloses Einsteigen gesehen.
Kurz darauf war es Ried, der auf der linken Seite durchbrach und den Ball in die Mitte zu Husejnovic passte, der aber von drei Abwehrspielern bedrängt den Ball nicht kontrolliert auf das Tor brachte.
Und genau in dieser Phase passierte wieder einmal eine Unkonzentriertheit der Simmeringer. Schwechat konnte einen Konter setzen und diesen erfolgreich zum 0:2 abschließen.
Doch das Tor weckte die Hadkicker nun endgültig auf, aber offensiv wollte noch nicht viel gelingen. Auch weil die Schwechater alle Hände voll einsetzten, was vom Spielleiter während des gesamten Spiels kein einziges Mal geahnt wurde. Leidtragender war vor allem Husejnovic, der teilweise nur mit folgenlosen Ellbogenchecks gestoppt werden konnte.
Die zweite Hälfte begann gleich mit einem Paukenschlag, der immer besser ins Spiel kommende Hauser setzte sich rechts durch, passte in die Mitte, doch Husejnovic konnte den Ball, wiederum von mehreren Abwehrspielern bedrängt, nicht im leeren Tor unterbringen.
Kurze Zeit später war die Aufregung auf Simmeringer Seite groß, als wieder einmal Husejnovic mit Einsatz aller möglicher Hände am Torschuss gehindert wurde. Da sich das Ganze auch noch im Strafraum abspielte, wartete das gesamte Publikum nur noch auf den Elferpfiff, doch auch dieses glasklare Foul hatte keine Auswirkungen.
Nach einigen Wechseln kam dann nach einem langen Einwurf von Ried der eingewechselten Ucar zum Ball, der zum 1:2-Anschlusstreffer verkürzte. Nun war das Spiel wieder komplett offen und Simmering drängte auf den Ausgleich, was natürlich einige Konterchancen für Schwechat auftat, doch auch deren beste Chance konnte Jagschitz mit einem Weltklassereflex klären.
Auf der Gegenseite taten sich nun Chance um Chance auf, doch die Abschlüsse von Hauser, Ucar, Hirschbeck, Safranek, usw. waren alle zu unplatziert oder fielen, wie ein Kopfball vom Fünfer von Ucar, viel zu leicht aus.
Schwechat verlegte sich nun komplett auf Zeitspiel, was der Schiedsrichter mit lediglich fünf Minuten Nachspielzeit ahndete – in manchen Ligen wäre es wohl zu mehr als zehn Minuten gekommen. Doch Simmering konnte auch die letzten Chancen nicht mehr nutzen, als sogar Torhüter Jagschitz bei Standards mit in die Offensive ging.
Recht viel glücklicher kann ein Sieg wohl nicht mehr ausfallen und die Braustädter haben wohl mehrere Fußballgötter, die an diesem Nachmittag schützend die Hände über sie hielten. Simmering allerdings kann auf die Leistung vor allem der zweiten Hälfte aufbauen und muss sich nächste Woche bei Austria XIII, die punktegleich vor den Hadkickern liegen, keinesfalls verstecken – sofern der Verletzungsteufel nicht wieder zuschlägt.
Für die U23 gab es bei der 1:6-Niederlage wieder einmal gar nichts zu holen, doch immerhin konnte Schlussmann Ruttinger unter Beweis stellen, dass man mit ihm und Jagschitz zumindest auf der Torhüterposition sehr gut aufgestellt ist, denn ohne seine Paraden wäre das Match wohl zweistellig verloren gegangen.



1. Simmeringer Sportclub - SV Schwechat 1:2 (0:2)
(350 Zuseher)
Aufstellung: Manuel Jagschitz; Luka Savic, Luca Binder, Roman Holzgethan (69. Enzo Nkonobang), Michael Ried, Marcel Brunner (69. Julian Hirschbeck), Anel Husejnovic, Santiago Gans Lombas (58. Mert Ucar), Peter Safranek, Philipp Hauser, Michal Vlcek
Kader: Alexander Ruttinger, Sandro Drljepan, Kevin Elawure

Tore für Simmering: Mert Ucar (71.)


U23:

1. Simmeringer Sportclub - SV Schwechat 1:6 (1:2)
(50 Zuseher)
Aufstellung: Alexander Ruttinger; Sandro Drljepan, Enzo Nkonobang (55. Okan Tohumat), Edin Sarkinovic, Uros Jovanovic (66. Ahmad Alhalwani) (45. Ahmad Alhalwani), Yusuf Sahin, Benjamin Makik (76. Mustafa Kacemer), Bedirhan Zeyrek, Kevin Elawure (55. Ahmet Vural), Patrick Munteanu, Paul Ediae
Kader: Emran Ahmadi

Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)

Alle Bilder vom KM- und U23-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.


VORANZEIGE
Samstag, 21. Oktober 2023, 16:00h: Auswärtsmatch bei ASV 13 (U23 13:30h)

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Datum: 15. Oktober 2023

In drei Minuten Spiel gedreht

Seit fast genau sieben Jahren hat der 1.SSC nicht mehr in Mannswörth verloren – und die Serie ist fortgesetzt worden. Nach einem frühen Rückstand kamen die Hadkicker sehr stark zurück und gewannen schließlich mehr als verdient mit 3:1.

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Katastrophales Defensivverhalten

Mit einer ähnlichen Chanceneffizienz wie der Gegner wäre das Match wohl 6:6 ausgegangen, doch die Defensive von Austria XIII stand wesentlich besser als jene der Simmeringer, die ein Gastgeschenk nach dem anderen präsentierten.

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Wieder eine 0:0-Partie verloren

Lange sah es nach einem torlosen Remis aus, bis ein Elferpfiff sich durch das Simmeringer Herz bohrte. Auch der Versuch einer Schlussoffensive führte zu keinem Erfolg.

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Entscheidung in letzter Sekunde

Bis zur 95. Minute mussten die Simmeringer Fans warten, ehe Holzgethan den entscheidenden Siegestreffer schoss. Davor bestimmte man überlegen das Spiel, erspielte sich Chance um Chance, doch man konnte nicht einmal die besten davon nutzen.

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Überlegen – und doch keine Punkte

Im besten Spiel seit langem war es wie verhext, das Runde wollte nicht in das Eckige. Zweimal rettete die Latte für 1980, mehrmals ihr Goalie, und ein paar Mal konnte man den Ball noch von der Linie geklärt werden. Doch im Netz landete er nur einmal – im Simmeringer Tor.

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Überblick KM:

30
Mannswörth
1.SSC
1:3 (1:3)

12
A XIII
25
-3
30
13
WAF Br
26
-9
29
14
1.SSC
26
-23
23
15
Hellas
26
-36
18
16
ASV13
26
-44
14

Überblick Nachwuchs:

U18:
19
Red Star
1.SSC
0:2 (0:0)
U16:
19
Red Star
1.SSC
6:4 (3:2)
U15:
19
Red Star
1.SSC
5:0 (1:0)
U14:
19
Red Star
1.SSC
4:1 (2:0)

8
Mauerwerk
76
-79
95
9
Stadlau
76
-40
94
10
Vienna
77
-14
93
11
1.SSC
77
-80
81
12
Schwechat
76
-51
80

Plan für aktuelle Woche