Unentschieden fühlt sich wie Niederlage an

Obwohl man zweimal zurück lag, fühlt sich das 3:3 gegen Neusiedl wie ein verlorenes Match an, da man einerseits erst in der 88. Minute den Ausgleich hinnehmen musste.

Von der ersten Minute an war es augenscheinlich, dass der burgenländische Referee beim burgenländischen Team vieles übersah. Erst das dritte Foul an Gümüs wurde gepfiffen und während manch Schiedsrichter nach dem gestreckten Bein hier über gelb oder sogar rot nachdenken würde, gab es nicht einmal eine Verwarnung. Und nachdem Mehanovic von ihren Gegnerinnen malträtiert wurde, wurde Freistoß gegen sie entschieden, obwohl sie im Gegensatz zu ihren Gegenspielerinnen ihren Körper regelkonform einsetzte.
Trotzdem bestimmte Simmering das Spiel, auch wenn die Burgenländerinnen ebenfalls zu sehr guten Chancen kamen und in der 29. Minute ein Abstimmungsproblem in der Simmeringer Defensive zur 1:0-Führung nutzen konnten.
Keine zehn Minuten später kam es zum nächsten Eklat: Während Benkö gleich von zwei Gegenspielerinnen gelegt wurde, verletzt liegen blieb und auch noch eine Tätlichkeit einer Burgenländerin folgte, gab es – wieder einmal – natürlich keinen Foulpfiff, sondern zuerst eine gelbe Karte für den Simmeringer Masseur, da er zu früh das Spielfeld betrat, um Benkö zu behandeln – das Spiel war natürlich bereits länger unterbrochen und der Schiedsrichter reagierte nicht auf die Rufe der Simmeringer Bank -, und dann auch noch Rot sah, da er dem Offiziellen unverblümt seine Meinung sagte.
So ging es trotz mehrerer mehrminütiger Unterbrechungen nach pünktlichen 45 Minuten in die Halbzeitpause, aus der die Hadkickerinnen wesentlich besser zurückkamen als ihre Gegnerinnen. Die ersten zehn Minuten entstand ein Powerplay, doch Tor wollte noch keines gelingen.
Die beste Chance hatte Hunger, als sie außerhalb des Sechzehners die Torhüterin überspielte und von dieser gefoult wurde. Doch Hunger wollte noch stolpernd den Ball erreichen, was bereits nicht mehr möglich war, allerdings den Referee veranlasste, die Vorteilsregeln anzuwenden – obwohl ein Vorteil augenscheinlich nicht mehr gegeben war.
In der 67. Minute setzte sich dann Hauer nach Zuspiel von der eingewechselten Gossenreiter auf der linken Seite durch und setzte einen perfekten Pass in die Mitte, wo Mehanovic den Ball aufnahm und zum 1:1-Ausgleich einnetzte.
Doch nur zwei Minuten später setzte es gegen die weit aufgerückten Simmeringerinnen einen Konter, der zur neuerlichen Führung für Neusiedl führte.
Doch Simmering kämpfte immer weiter, ließ sich durch keine noch so fatale Schiedsrichterfehlentscheidung, sei es nun angebliches Abseits oder wieder mal ein angebliches Foul von Mehanovic, beirren. In der 76. Minute folgte ein Eckball von Hunger von der rechten Seite und Schwarzbauer sprang optimal zum Ball und köpfte zum 2:2-Ausgleich ein.
Nun drückte man auf den Siegtreffer und in der 83. Minute war es ein Zusammenspiel von Enkeleida und Hunger, das Enkeleida mit dem 3:2-Führungstreffer abschloss.
Und nur kurze Zeit später sah dann Hunger wegen Kritik die gelbe Karte, nachdem sie wieder einmal wegen angeblichen Abseits zurückgepfiffen wurde, obwohl sie aus der eigenen Hälfte loslief und sich die letzte Feldspielerin der Neusiedlerinnen noch über 20m vor ihr befand.
In der 88. Minute nutzte dann das Heimteam nach einen Corner das kurzzeitige Chaos im Simmeringer Strafraum zum 3:3-Ausgleich.
Und während alles mit mindestens drei Minuten Nachspielzeit rechnete, pfiff der Schiedsrichter das Spiel pünktlichst mit der 90. Minute ab.
Schlussendlich ein Remis, dass sich nicht nach einem Punktegewinn gegen den Absteiger aus der zweiten Bundesliga anfühlt, nachdem man über die genau 90 Minuten das bessere Team war.


Neusiedl am See - 1. Simmeringer Sportclub 3:3 (1:0)
22.10.2022 15:00 Sportplatz Neusiedl am See (50 Zuseher)
Aufstellung: Sabrina Schweiger (62. Elizaveta Streltsova); Vanja Irninger (74. Valentina Jerhot), Ina Schwarzbauer, Denise Hunger, Claudia Sliskovic, Enkeleida Veseli, Sevcan Gümüs (62. Pia Gossenreiter), Merita Mehanovic, Michelle Benkö, Desiree Hauer, Anna Maria Corrias
Kader: Anna Arnautovic, Neda Shokry-Kanada

Tore für Simmering: Merita Mehanovic (67.), Ina Schwarzbauer (76.), Enkeleida Veseli (83.)

Fotos: Thomas Ruttinger (1. Simmeringer SC)

Alle Bilder vom Frauen-Match gibt es auf der Facebook-Seite des 1. Simmeringer SC.

VORANZEIGE
Sonntag, 30. Oktober 2022, 11h: Heimspiel gegen Dynama Donau

-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Datum: 22. Oktober 2022

In 10 Minuten das Spiel verloren

Es war kein gutes Wochenende für die Simmeringer Teams, auch für die Frauen setzte es eine Niederlage, wobei diese zwischen den Minuten 55 und 65 besiegelt wurde. Ohne dieses „Blackout“ wäre wohl mehr drinnen gewesen.

mehr lesen

Derbyremis

In einem ausgeglichenen Spiel zweier gleichwertiger Teams war am augenscheinlichsten, dass sich beide Teams neutralisierten, wenig Chancen zuließen und logischerweise deswegen torlos remisierten.

mehr lesen

Das Werkel beginnt zu laufen

Das Frauenteam festigt sich immer mehr und trotz vieler Ausfälle war die 1b des WSC chancenlos, obwohl sie gefällig mitspielten. Doch gefährlich kamen sie nur selten in den Strafraum, im Gegensatz zu den Hadkickerinnen, die ihre Torchance auch nutzten.

mehr lesen

Erhofftes und trotzdem enttäuschtes Unentschiedes

Der Favorit war Schönbrunn, Simmering diesmal der Außenseiter. Das Momentum des Spiels war jedoch zuerst auf Seiten der Hadkickerinnen, die mit 2:0 voranlagen, bevor es in einem Drama in den letzten Minuten endete, in dem die Gastgeberinnen noch zu einem 2:2 kamen.

mehr lesen

Erfolg im letzten Test

Im letzten Vorbereitungsspiel landete das Frauenteam noch einen 3:0-Erfolg in Lassee, bevor es am Samstag zum stärksten Konkurrenten der Vorsaison, der SU Schönbrunn geht.

mehr lesen

Überblick KM:

15
1.SSC
Wienerberg
1:1 (1:0)

11
WAF Br
14
-9
17
12
Mannswörth
15
-10
16
13
1.SSC
15
-10
13
14
ASV13
14
-26
10
15
Wienerberg
15
-12
9

Überblick Frauen:

9
1.SSC
Dyn Donau
4:1 (3:0)

3
Altera P
9
9
18
4
Mariahilf
9
11
16
5
1.SSC
9
12
15
6
Neusiedl
9
-12
12
7
WSC 1b
9
1
12

Plan für aktuelle Woche